Fangen wir mal mit der folgenden Frage an:

Was ist Lean Project Management nicht?

Es ist kein Freibrief, alle ungeliebten Aufgaben (Planung, Dokumentation …) zu vernachlässigen. Ganz sicher nicht.

Lean heißt nicht skinny!

lean-project-management

Lean heißt, all die Dinge wegzulassen, die nicht werterzeugend sind und die Qualität des Ergebnisses nicht verbessern. Was üblicherweise passiert, wenn der „unnötige Overhead“ nicht umgesetzt wird, zeigt sehr schön die folgende Grafik (angelehnt an die sehr schöne Präsentation zum Thema):

lean-project-management-overhead

 

Lean Project Management ist auch keine einzelne Projektmanagement-Methode, die sich so standardisieren lässt, dass sie in allen Arten von Projekten ohne Anpassung eingesetzt werden kann. Es gibt keine allgemein gültige Schablone, die man kennenlernt und sofort anwenden kann.

Was ist Lean Project Management dann?

Im Grunde genommen nichts anderes als gutes Projektmanagement, bei dem der Kunde, die Qualität und die Vermeidung von Ballast in den Mittelpunkt gestellt werden.

Wie so häufig ist es auch hier so, dass es einen großen Werkzeugkasten an Methoden gibt, die mit Augenmaß eingesetzt werden sollten.

Und dieses Augenmaß kann kein Lehrbuch und vorgeben. Es gilt den richtigen Weg zu finden zwischen „zu wenig“ und „zu viel“ – wie im wahren Leben. Dieser Punkt wird in der folgenden Grafik verdeutlicht (ebenfalls angelehnt an die oben verlinkte Präsentation):

projektmanagement-waage

Lean beinhaltet jede Menge verschiedene Aspekte, die durch Respekt gegenüber allen Beteiligten, kontinuierlichem Streben nach Perfektion und die Vermeidung von Ballast geprägt sind.

Wenn Projekte lean geführt werden sollen, dann sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Alle Beteiligten müssen über Kenntnisse des Ansatzes verfügen. Es ist nicht ausreichend, wenn ein einzelner Projektleiter sein Projekt plötzlich lean führen möchte. Dafür ist er Ansatz viel zu sehr Denkweise als Standard-Methode.
  • Der Projektleiter sollte über umfangreiches Wissen zu den einzelnen Methoden verfügen. Nicht, um sie alle nach Lehrbuch anzuwenden, sondern um sie situations- und projektabhängig einsetzen zu können.

Fazit:

Durch die Verbindung von Ansätzen des Lean Managements und traditionellen Projektmanagement-Methoden wird auch in Projekten der Fokus auf die Erzeugung von Werten, Vermeidung von Ballast und die Erhöhung der Qualität gestärkt.

Und damit sind wir am Ende dieser kurzen Serie angelangt. Das Schöne ist: Im Lean-Ansatz gibt es jede Menge Methoden, die Schritt für Schritt auch einen Platz in diesem Blog finden können :-)

Weitere Artikel der Serie:<< Lean Project Management, Teil 4: Methoden und Tools
3 Kommentare
  1. Monika Stalder sagte:

    Besten Dank für die Lean Serie. Mir hat es echt Spass gemacht die Artikel zu lesen.

    Bin nun eingestimmt, vorbereitet und gespannt was mich nächste Woche an meinem 3 tägigen Seminar zum Thema „Lean Healthcare“ erwartet.

    Monika

  2. Christian sagte:

    vielen Dank für die detaillierte und trotzdem einfach verständliche Beschreibung und
    auch die anderen Artikel finde ich sehr hilfreich für mich,

    da ich es bisher leider noch nicht wirklich geschafft habe,
    die Grundprinzipien von Lean Thinking umzusetzen,
    ist es für mich sehr hilfreich,
    dass die eigentlich sehr umfangreichen und auch oftmals nur in Englisch verfügbaren Infos kurz zusammengefasst und leicht verständlich beschrieben sind,
    schöne Grüße,
    Christian

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