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Kreativität: Der ultimative Überblick

Kurzfassung für Eilige:
Kreativität umfasst die Fähigkeit, etwas zu erschaffen, das sowohl nützlich als auch neuartig ist. In der Arbeitswelt ist Kreativität ein essenzieller Soft Skill, um neue Ideen und Innovationen zu generieren und Probleme zu lösen. In diesem Überblick erfährst du alles über die Definition von Kreativität, den kreativen Prozess, wichtige Denkweisen und erhältst einen Überblick über wichtige Kreativitätstechniken.

Kreativität im Projekt

Brainstorming, Disney-Methode, Mindmapping: Ideen sind in Projekten ein überlebenswichtiges Gut! Nicht nur führen sie zu neuen Projekten, auch während der Projektplanung und -umsetzung kommen Projektteams kaum ohne sie weiter: Stakeholder und Risiken müssen identifiziert werden? Ein Brainstorming könnte helfen! Ein akutes Problem verlangt nach kreativen Lösungen? Vielleicht hilft die Methode der sechs Denkhüte weiter!

Doch Kreativität ist eine Fähigkeit, die nicht nur für Projektmanager nützlich ist – in der gesamten Arbeitswelt ist sie unverzichtbar und sogar darüber hinaus:

Letztendlich ist kreatives Denken eine Grundvoraussetzung für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft.

J. Funke, Psychologie der Kreativität

Doch wie wirst du kreativ? Ist Kreativität angeboren und echten Künstlern vorbehalten – oder kann sie erlernt werden? Die gute Nachricht ist: Durch Verlassen gewohnter Denkpfade und dem Überwinden mentaler Schranken kann jeder kreative Ideen entwickeln. Hierfür musst du nicht alle Kreativitätstechniken aus dem Effeff kennen, allerdings hilft es in der Praxis enorm, ein paar Methoden in der Hinterhand zu haben. Doch beginnen wir mit den Grundlagen: Was ist eigentlich Kreativität?

Was ist Kreativität?

Direkt vorab: Eine eindeutige Definition für Kreativität gibt es nicht. In den verschiedenen Themen- bzw. Forschungsgebieten wird der Begriff unterschiedlich gehandhabt. Trotzdem finden sich einige Definitionen, die einander ähneln und gut im Projekt- und Berufsumfeld eingesetzt werden können.

Beginnen wir mit der Wortherkunft, die wie so oft aus dem Lateinischen stammt. Das Wort „creare“ steht für „hervorbringen“, „schaffen“, „erzeugen“ oder auch „gebären“. Neue Ideen schaffen oder hervorbringen? Das klingt gut und passt zur ersten Definition:

Kreativität wird definiert als die Tendenz, Ideen, Alternativen oder Möglichkeiten zu entwickeln oder zu erkennen, die für die Lösung von Problemen, die Kommunikation mit anderen und die Unterhaltung von uns selbst und anderen nützlich sein können.

Robert E. Franken, Human Motivation

Der Psychologe Robert W. Weisberg weist darauf hin, dass sich das Wort „kreativ“ auf unterschiedliche Ebenen bezieht:

Der Begriff „kreativ“ bezieht sich auf neuartige Produkte von Wert, wie z. B. „Das Flugzeug war eine kreative Erfindung.“Kreativ“ bezieht sich auch auf die Person, die das Werk produziert, wie in „Picasso war kreativ“.

Robert W. Weisberg, Creativity – Beyond the Myth of Genius

„Kreativität“ bezieht sich dann sowohl auf die Fähigkeit, solche Werke zu produzieren, (…) als auch auf die Tätigkeit, solche Produkte zu erzeugen.“

Robert W. Weisberg, Creativity – Beyond the Myth of Genius

Über alle Fachgebiete herrscht Einigkeit, dass es nicht ausreicht, wenn eine Idee originell oder neuartig ist – sie muss auch nützlich sein oder einen Wert haben. Diese Aussage passt besonders ins Berufsumfeld, in dem Ideen und Ansätze zur Problemlösung nicht selten direkt zu gesteigertem Umsatz führen oder Kosten sparen. Auch auf Wikipedia wird diese Definition genutzt:

Kreativität ist die Fähigkeit, etwas zu erschaffen, was neu oder originell und dabei nützlich oder brauchbar ist.

Wikipedia
Eigenschaften kreativer Ideen
Eigenschaften kreativer Ideen

Kreativitätstechniken im Überblick

Du möchtest Kreativitätstechniken in deinem Projekt, Team oder Unternehmen einsetzen? Dann gibt es eine gute Nachricht: Es gibt eine Vielzahl an Techniken zur Auswahl. Welche die richtige ist, hängt in erster Linie von der Zielstellung ab: Sollen eher viele neue Ideen generiert oder einem Problem auf den Grund gegangen werden?

Weitere Faktoren bei der Auswahl der richtigen Kreativitätstechniken spielen Gruppengröße, verfügbare Zeit, Erfahrung des Moderators und die Frage, ob alle Personen zur gleichen Zeit und am gleichen Ort arbeiten.

Die Techniken können in Kategorien eingeteilt werden, wobei in der Literatur unterschiedliche Gruppierungen gewählt werden. Die folgende Übersicht orientiert sich an der Einteilung der Deutschen Gesellschaft für Kreativität, die wir für übersichtlich und passend halten:

Techniken der freien AssoziationTechniken der strukturierten Assoziation
Bei diesen Techniken darf und soll frei gedacht werden: Es werden keine Strukturen oder Denkrichtungen vorgeben, sondern bewusst zum spontanen Assoziieren angeregt.Im Gegensatz zur freien Assoziation werden hier Denkrichtungen oder Strukturen vorgegeben, innerhalb derer die Teilnehmer neue Ideen entwickeln.
Beispiele:
Brainstorming
Brainwalking
Mindmapping
Kopfstandmethode
6-3-5-Methode
Collective Notebook
Beispiele:
Sechs Denkhüte
Walt-Disney-Methode
Semantische Intuition
Szenariotechnik
Osborn-Checkliste
SCAMPER
World-Café
Analogietechnik
KonfrontationstechnikenKonfigurationstechniken
Der Ansatz dieser Techniken: Teilnehmer werden mit Objekten, Worten oder anderen Elementen konfrontiert, die nicht direkt mit der Problemstellung in Verbindung stehen. Aus Erfahrungen und spontanen Einfällen sollen Ideen für das eigentliche Problem abgeleitet werden.Techniken in dieser Gruppen legen den Fokus auf Bestehendes: Produkteigenschaften, Lösungen oder Elemente werden so betrachtet, dass durch Änderungen, Anpassungen, Weglassen oder einer anderen Kombination neue Lösungen entstehen. Alternativ werden hier Techniken genannt, die in erster Linie Problemstellungen systematisch zerlegen und so Ansätze für neue Ideen liefern.
Beispiele:
Reizwortanalyse
Bildkarteien
Bildkarten-Brainwriting
TRIZ-Lösungsprinzipien
Beispiele:
Morphologischer Kasten
Attribute Listing
SIT-Methode
Funktionsanalyse
Relevanzbaumanalyse
Progressive Abstraktion

Wichtig:
Vielleicht, denkst du: „Ja, aber Technik A gehört doch sicher eher in Gruppe B!“ Das kann gut sein: Die Einordnung in die Kategorien erfolgt nicht immer trennscharf, und einige Techniken passen in mehrere Kategorien. Nimm die Übersicht einfach als Anregung, um etwas Ordnung in die Vielzahl der Kreativitätstechniken zu bekommen.

Kreativität im Projektmanagement

Sobald Kreativität mit neuartigen und nützlichen Ideen in Verbindung gebracht wird, ist die Relevanz im Projektmanagement offensichtlich. Robert E. Franken nennt in seinem Buch „Human Motivation“ drei Gründe, warum Menschen kreativ sein möchten oder sollten – und diese lassen sich direkt auf Projekte übertragen:

Gründe für KreativitätAnwendung im Projektmanagement
Bedürfnis nach neuen, abwechslungsreichen und komplexen ReizenIdeen für neue Produkte oder Lösungen werden benötigt, innovative Ansätze werden gesucht.
Bedürfnis, Ideen und Werte zu vermittelnProjektideen müssen verkauft und Überzeugungsarbeit geleistet werden – passend zur Zielgruppe.
Bedürfnis, Probleme zu lösenDas Projekt selbst kann eine Problemlösung sein, oder aber Kreativität wird für diverse Probleme benötigt, die während des Projekts auftreten können.

Die folgenden Argumente fassen schön zusammen, warum Kreativität im Projekt gefördert werden sollte:

  • Steigerung des Projekterfolgs: Neuartige und nützliche Lösungen können dazu beitragen, Projekte zum Erfolg zu führen – und damit auch das gesamte Unternehmen zu stützen.
  • Entwicklung neuer Ideen: Neue Ansätze für Produkte oder Dienstleistungen müssen her? Dafür sind Projekte mit kreativen Machern prädestiniert. Themen werden aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet und der Blick über den Tellerrand gewagt – mit hoffentlich innovativen Lösungen als Ergebnis.
  • Hinterfragen alter Denkweisen: Change Management und Umdenken in Themen, die „wir schon immer so gemacht haben“ – auch hier ist Kreativität wichtig. Nur wenn alle Beteiligten über das aktuell Bestehende hinausschauen, können neue oder unerwartete Möglichkeiten erkannt werden.
  • Anregen zum Experimentieren: Wer vor allen Risiken zurückschreckt, wird selten Neues erschaffen. In kreativen Umgebungen können neue Wege durchdacht und ausprobiert werden, ohne Angst vor dem Scheitern. Bonus: Ein solches Umfeld fördert eine angemessene Risikobereitschaft, die in Projekten generell sinnvoll ist.
  • Schnelles Reagieren auf Herausforderungen: Welches Projekt läuft schon nach Plan? Wenn Risiken eintreten oder akute Probleme auftreten, sind neuartige Ideen gefragt, um Projekte auf Kurs zu halten.
  • Fördert Weitblick: Regelmäßige Kreativitätsprozesse im Unternehmen können dazu führen, dass neue oder verbesserte Ideen für die zukünftigen Bedürfnisse der Märkte entwickelt werden.
  • Unterstützt die Zusammenarbeit: Gegenseitiges Zuhören, voneinander inspirieren lassen, vorschnelles Beurteilen vermeiden, Ideen anderer ausprobieren – die Anwendung von Kreativitätstechniken kann die Zusammenarbeit im Team stärken, nicht nur wenn neue Lösungen benötigt werden.

Weiterlesen: Warum Kreativität so wichtig für den Projekterfolg ist

Die Denkweisen für maximale Kreativität

Um Kreativitätstechniken besser verstehen zu können, solltest du verschiedene Denkweisen kennen. Oft werden die Begriffe divergentes und konvergentes Denken bzw. laterales und vertikales Denken verwendet. Was hat es damit auf sich? Schauen wir genauer hin:

Divergentes und konvergentes Denken

Der Persönlichkeits- und Intelligenzforscher Joy Paul Guilford hat zwei verschiedene Arten zu denken geprägt:

  1. Divergentes Denken: In dieser Denkweise werden viele Ideen und Lösungsansätze gesucht und dabei möglichst frei, unsystematisch, spielerisch und experimentierfreudig gedacht.
  2. Konvergentes Denken: Dieses Denken wird auch als „gleichgerichtetes“ Denken bezeichnet, das auf eine möglichst genaue Lösung oder richtige Antwort abzielt. Hier wird systematisch, rational-logisch und planmäßig gedacht.
Kreativität: Divergentes und konvergentes Denken
Divergentes und konvergentes Denken

Je nach Persönlichkeitsstruktur und Präferenz liegen uns Menschen diese Denkweisen oft unterschiedlich gut: Sicher kennst du auch rationale Denker und kreative Chaoten, die sich schwertun, die jeweils andere Denkweise einzunehmen. Aus diesem Grund verwenden viele Kreativitätstechniken beide Denkweisen.

Beispiel Brainstorming:
Ein Brainstorming verläuft grob in zwei Phasen: Zu Beginn steht das divergente Denken im Vordergrund, bei dem möglichst wertungsfrei eine große Anzahl von Ideen gefunden werden soll. Auch abwegige Ideen sind erlaubt und sogar gewünscht, um das Thema möglichst frei erkunden zu können. Erst im zweiten Schritt kommt das konvergente Denken ins Spiel: Die ermittelten Ideen werden strukturiert, sortiert und diejenigen Ansätze identifiziert, die machbar, nützlich und wirtschaftlich sinnvoll sind.

Laterales und vertikales Denken

Der Wissenschaftler Edward de Bono hat zwei ähnliche Begriffe geprägt.

  • Laterales Denken: Dieses Denken wird auch als „Querdenken“, „um die Ecke denken“ oder nicht-lineares Denken bezeichnet. Das spielerisch Erkunden steht im Vordergrund.
  • Vertikales Denken: Im Gegenstück wird Systematik und lineares Denken großgeschrieben, um zu einer rationalen Lösung zu gelangen.

Diese Unterscheidung kommt dir bekannt vor? Kein Wunder: Die Beschreibungen von Guilford und De Bono unterscheiden sich kaum voneinander, sodass divergentes und laterales Denken synonym verwendet wird, ebenso wie konvergentes und vertikales Denken.

Der kreative Prozess

Bereits in den 1920iger Jahren hat ein gewisser Graham Wallas in seinem Buch „The Art of Thought“ einen Prozess beschrieben, der laut seinen Beobachtungen zu kreativen Ideen führt. Dieser kreative Prozess besteht aus vier Schritten:

Kreativität und der kreative Prozess
Der kreative Prozess
  1. Vorbereitung (Präparation): Das Problem wird erkannt und so genau wie möglich beschrieben. Ebenso genau wird das Ziel definiert: Was soll in diesem kreativen Prozess erreicht werden?
  2. Problembearbeitung (Inkubation): Das Problem wird bearbeitet – und das häufig unbewusst. Die Beteiligten lassen das gewissermaßen Thema „gären“.
  3. Lösungsidee (Illumination): Der auch als Heureka- oder Aha-Moment bezeichnete Schritt kann spontan geschehen, oder auch durch den Einsatz einer Kreativitätstechnik forciert werden. Divergentes Denken und die Generierung vieler Ideen stehen in dieser Phase im Vordergrund.
  4. Prüfung und Bewertung (Verifikation): Nicht jeder Geistesblitz stellt bereits die perfekte Lösung dar. Sortieren, Bewerten und Auswahl von geeigneten Ansätzen finden in dieser Phase statt.

Dieser Prozess kann automatisch ablaufen, man denke nur an die berühmten zündende Idee „unter der Dusche“. Durch den Einsatz von Kreativitätstechniken kann dieser Prozess jedoch unterstützt und zielgerichtet genutzt werden.

Was macht kreative Menschen aus?

Was macht einen kreativen Mensch aus? Schau dir mal folgende Aussage an:

Kreative Menschen sind diejenigen, die bereit und in der Lage sind, im Bereich der Ideenfindung das Prinzip „to buy low and sell high” anzuwenden. „To buy low“ bedeutet, Ideen zu verfolgen, die unbekannt oder unbeliebt sind, aber Wachstumspotenzial haben. Werden diese Ideen zum ersten Mal präsentiert, stoßen sie oft auf Widerstand. Der kreative Mensch bleibt trotz dieses Widerstands hartnäckig und verkauft schließlich teuer („sells high“), um sich der nächsten neuen oder unpopulären Idee zuzuwenden.

Robert J. Sternberg, The Nature of Creativity

Die Forscher Sternberg und Lubart haben in ihren Untersuchungen fünf Faktoren identifiziert, die kreative Menschen ausmachen:

  1. Intellektuelle Fähigkeiten: Gleich drei Fähigkeiten spielen hier eine große Rolle:
    1. die synthetische Fähigkeit, Probleme auf neue Weise zu sehen und die Grenzen des konventionellen Denkens zu überwinden
    2. die analytische Fähigkeit zu erkennen, welche der Ideen es wert sind, weiterverfolgt zu werden und
    3. die praktische Fähigkeit, zu wissen, wie man andere vom Wert der eigenen Ideen überzeugt.
      Wichtig ist, dass alle drei Fähigkeiten vorliegen. Wer nur analytisch denkt, ist selten kreativ, ebenso wenig wie ein neuartig-synthetisches Denken, ohne den Realitäts-Check zu absolvieren.
  2. Wissen: Expertenwissen im jeweiligen Themenbereich ist wichtig und sinnvoll, um aus vorhandenen Informationen Neues abzuleiten. Aber Vorsicht: Es ist eine Typfrage, ob zu viel Fachwissen das Denken einschränkt und den Blick über den Tellerrand verhindert.
  3. Denkweisen: Ein kreativer Mensch eine Vorliebe für Aufgaben und Situationen, in denen Ideen und Strategien entwickelt und formuliert werden sollen. Er entscheidet lieber selbst, was zu tun ist, als es sich vorschreiben zu lassen.
  4. Persönlichkeit: Kreative Menschen weisen oft die Bereitschaft auf, Hindernisse zu überwinden, sinnvolle Risiken einzugehen und sich bewusst gegen die Denkweise anderer zu stellen. Selbstwirksamkeit und das Einstehen für die eigene Meinung spielen eine große Rolle.
  5. Motivation: Forschungen haben gezeigt, dass intrinsische Motivation wichtig für die kreative Arbeit ist. Menschen sind nur dann wirklich kreativ, wenn sie sich mit ihrer Aufgabe identifizieren und sich nicht nur die potenzielle Belohnung im Fokus steht.

Wichtig: Sternberg betont immer wieder, dass diese Faktoren nicht zwingend vorgegeben, sondern oft eine bewusste Entscheidung sind. Menschen können sich demnach dafür entscheiden, in anderen Bahnen zu denken oder sich auf eine Herausforderung einzulassen.

Unabhängig von der Persönlichkeit spielt auch das Umfeld eine erhebliche Rolle: Egal, wie kreativ ein Mensch ist – ohne Unterstützung und Belohnung aus dem Umfeld wird diese Kreativität womöglich nie in vollem Potenzial ausgelebt werden.

Kreativität fördern – geht das?

Würden wir nicht alle gern in einem kreativen Umfeld arbeiten, in dem nicht der graue Einheitsbrei dominiert? Dann sollten auf die drei Säulen geachtet werden, die zur Förderung von Kreativität wichtig sind: Dürfen, Wollen und Können.

DürfenWollenKönnen
Die Voraussetzung dafür, dass Kreativität überhaupt möglich ist. Den Beteiligten sollte signalisiert werden, dass kreative Ideen ausdrücklich erwünscht sind.Die Bereitschaft der Teilnehmer, eigene Ideen einzubringen, ist häufig unterschiedlich stark ausgeprägt. Sie kann durch Schaffung einer positiven Atmosphäre erhöht werden.Die Fähigkeit zur geistigen Beweglichkeit ist nicht bei allen Beteiligten gleich ausgeprägt und variiert auch mit der Zeit. Hier gilt es, gute Rahmenbedingungen zu schaffen.
Mögliche Maßnahmen:
Zur Offenheit ermutigen,
Scheitern akzeptieren,
Mitarbeiter aktiv einbinden,
Raum für kritisches Denken schaffen
Mögliche Maßnahmen:
Mitarbeiter für kreative Ideen belohnen,
Eine klare Vision, Mission und Strategie kommunizieren, um die Motivation zu erhöhen,
Raum für interessante Aktivitäten schaffen,
Gute Ideen nicht nur aufnehmen, sondern auch danach handeln
Mögliche Maßnahmen:
Auf eine Vielfalt von Persönlichkeitstypen im Team achten,
Auf Pausen und Erholungszeiten achten (ein gestresstes Gehirn denkt selten kreativ),
Weiterbildungen anbieten,
Kreativitätstechniken bewusst einsetzen

Wenn du die Kreativität in deinem Team fördern möchtest, solltest du auch auf die Gegenseite schauen: das Beseitigen von Faktoren, die die Kreativität hemmen, wie zum Beispiel:

  • Eingefahrene Denkmuster: Mitarbeiter denken in ihrem gewohnten Alltag und sind nicht offen für neuartige Vorschläge.
  • Stress und Zeitdruck: Viele gute Ideen kommen eher in Ruhephasen „unter der Dusche“ als unter Druck.
  • Bürokratische Vorschriften: Mitarbeiter erlauben sich kein freies Denken, weil sie sich von Beginn an durch Regeln eingeschränkt fühlen.
  • Killerphrasen: „Das haben wir schon immer so gemacht!“, „Das funktioniert doch eh nicht!“ Aussagen wie diese sollten vermieden werden.

Zu guter Letzt gilt: Lebe Kreativität vor, äußere auch mal unkonventionelle Ideen und zeige, wie spannend es sein kann, „out of the box“ zu denken – vielleicht kannst du so sogar den kritischsten Mitarbeiter zum kreativen Denken anregen.

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