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Artikel: Erfolgreich Ziele setzen und erreichen

Berufliche und private Ziele setzen und erreichen: Die größten Stolperfallen und Erfolgsfaktoren

Auf den Punkt gebracht

Ziele wirken leistungssteigernd, geben Orientierung, aktivieren und motivieren uns Menschen. Wer erfolgreiche Ziele setzen und erreichen möchte, sollte fünf wichtige Faktoren beachten: die richtige Zielformulierung, die richtige Motivation, ein positives Mindset, einen angemessenen Fokus und zielgerichtetes Handeln.

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Ziele setzen und erreichen – will das nicht jeder? Jeder von uns verfolgt Ziele: kleine und große, lang- und kurzfristige, selbst gesetzte und von anderen vorgegebene, private und berufliche. Doch warum sind manche Menschen offenbar besser beim Erreichen von Zielen als andere? Wo liegen die Stellschrauben, damit Ziele nicht nur schnell vergessene Neujahrsvorsätze bleiben, sondern wirkliche Antreiber, die mit Begeisterung verfolgt werden?

In diesem Artikel schauen wir auf die fünf wichtigsten Faktoren, mit denen du erfolgreich Ziele setzen und erreichen kannst.

Warum sind Ziele so sinnvoll?

Ziele unterstützen dabei, verschiedenste Verhaltensweisen zu verbessern („nicht so oft aufs Telefon schauen“), neue Zustände zu erreichen („besser vor Menschen sprechen können“, „weniger (oder mehr) Gewicht auf der Waage haben“) und dich weiterzuentwickeln. Mit einem konkreten Ziel kannst du besser Neues lernen, effektiver Jobs suchen oder dauerhaft ein Trainingsprogramm durchhalten.

Aber warum ist das so? Warum wirken sich Ziele positiv auf die Leistung aus? Drei Schlüsselmechanismen spielen hier eine wichtige Rolle:

  • Orientierung: Ziele setzen einen klaren Fokus. Sie lenken die Aufmerksamkeit und Anstrengungen auf Aktivitäten, die für die Zielerreichung nötig sind. Alles, was für die Zielerreichung keine Rolle spielt, erhält einen geringeren Stellenwert.
  • Aktivierung: Ziele geben Energie und schaffen ein Gefühl der Dringlichkeit. Dadurch wirst du motiviert, den Unterschied zwischen dem aktuellen und dem gewünschten Zielzustand zu verringern.
  • Motivation: Stell dir vor, du erreichst ein Ziel – dein Selbstvertrauen wird wachsen. Das steigert wiederum deine Motivation, weitere Ziele zu verfolgen. Sobald du nach Zielen strebst, lernst du etwas über sich selbst und merkst, wie du neue Strategien auch für zukünftige Ziele anwenden kannst.

Klingt gut, oder? Das Streben nach Zielen ist ein Mechanismus, der in die meisten von uns fest eingebaut ist. Wir alle profitieren davon, uns Ziele zu setzen, uns weiterzuentwickeln und diese Ziele auch zu erreichen.

Ziele setzen und erreichen: Die wichtigsten Erfolgsfaktoren

Aber wie gelingt es, sich nicht nur Ziele zu setzen, sondern sie auch erfolgreich zu erreichen? Fünf wichtige Faktoren müssen erfüllt sein, damit es klappt:

  1. Zielformulierung: Formulierst du die richtigen Ziele?
  2. Motivation: Verfolgst du deine Ziele aus den richtigen Gründen?
  3. Mindset: Nutzt du die richtigen Denkweisen, um deine Ziele zu erreichen?
  4. Fokus: Schenkst du deinen Zielen das richtige Maß an Aufmerksamkeit?
  5. Handeln: Gehst du die richtigen Schritte, um deine Ziele zu erreichen?

In den folgenden Abschnitten erfährst du mehr über jeden dieser Faktoren.

Ziele setzen und erreichen: Die 5 wichtigsten Erfolgsfaktoren

Faktor 1: Die richtigen Ziele formulieren

Projektziele sind ein großes Thema, und nicht zuletzt die SMART-Formel hilft dabei, gute Ziele zu formulieren. Doch auch beim Erreichen von persönlichen Zielen ist es wichtig, die größten Stolperfallen zu umgehen:

  • Es werden nur unspezifische Ziele formuliert. Diese machen zwar oft zufriedener („Ich hab doch abgenommen! Gut, es waren nur 300 Gramm, aber da hatte ich mich ja auch nicht so genau festgelegt.“), führen jedoch auch zu geringerer Leistung und einer geringen Verbindlichkeit.
  • Es werden ausschließlich langfristige Ziele formuliert. Diese steigern zwar die Motivation, allerdings fehlen kurzfristige Erfolgserlebnisse.
  • Es werden ausschließlich kurzfristige Ziele formuliert. Hier gibt es diese Erfolgserlebnisse, aber die Vision und der Blick aufs „große Ganze“ fehlen.
  • Ziele werden zu negativ formuliert („Ich will weniger Stress haben“ statt „Ich möchte mehr Gelassenheit und Ruhe im Leben.“).

Beispiel:
Dein Ziel lautet: „Spanisch lernen“. Meinst du, dass du damit in die Gänge kommst? Oder wäre vielleicht so eine Formulierung besser: „Im nächsten Sommer möchte ich mich mit Einheimischen fließend auf Spanisch unterhalten können. Dafür werde ich einen Kurs buchen und ab sofort mindestens 15 Minuten am Abend Spanisch üben.“

Faktor 2: Motivation – die richtigen Gründe wählen

„Es ist so schwer, wenn ich muss, und so einfach, wenn ich will.“

Annie Gottlier

Warum solltest du dir beim Thema Zielsetzung Gedanken zum Thema Motivation machen? Ganz einfach: Weil die Motivation hinter einem Ziel ein entscheidender Faktor ist – sowohl für die erfolgreiche Zielerreichung als auch für dein Wohlbefinden. Dabei kommt es nur nachrangig auf die Menge an Motivation an: „Mehr Motivation“ ist nicht zwangsläufig besser – die richtige Art der Motivation entscheidet. Anders ausgedrückt: Wenn du ein Ziel aus den richtigen Gründen heraus anvisierst, wird dir das langfristig mehr helfen, als einfach „stark motiviert“ zu sein.

Die größten Stolperfallen hier: Du wählst ein Ziel aus einer ungünstigen Motivation heraus. Sicher, nicht immer hast du die Wahl („Der Bericht muss am Ende der Woche fertig sein, die Vorstandssitzung kann nicht verschoben werden!“). Aber wann immer du ein Ziel selbst wählen kannst, solltest du sogenannte selbstbestimmte Ziele wählen. Das geht auf zwei Arten:

  1. Entweder du hast riesigen Spaß an der Aufgabe bzw. dem Ziel an sich – dann handelst du aus einer intrinsischen Motivation heraus.
  2. Oder du hast zwar keine sonderliche Freude an der Aktivität an sich, weist aber das Ergebnis zu schätzen.

Beispiel:
Du lernst jeden Abend Spanisch, weil du es spannend findest, etwas Neues zu lernen und dich die Vorstellung inspiriert, dich im nächsten Sommer auf Spanisch unterhalten zu können. Ein Freund von dir lernt ebenfalls Spanisch – allerdings weil er von seinem Arbeitgeber dazu verdonnert wurde. Es kann sein, dass ihr beide die gleiche Menge an Motivation habt – das „Warum“ ist allerdings sehr unterschiedlich, und damit sind es auch die Konsequenzen. Du selbst findest das Lernen interessant und sinnvoll und wirst vielleicht auch mal länger lernen, einfach weil es dir Spaß macht. Dein Freund kann entweder nur Dienst nach Vorschrift machen und widerwillig Spanisch lernen, oder aber er findet einen Anteil Selbstwirksamkeit und wird beispielsweise durch die Aussicht auf ein höheres Gehalt motiviert.

Du siehst: Mit der richtigen Motivation geht es leichter.

Faktor 3: Mindset – Passende Denkweisen entwickeln

„Selbstvertrauen ist nicht unbedingt ein Garant für Erfolg, aber Selbstzweifel führt mit Sicherheit zum Scheitern.“

Albert Bandura

Vermutlich möchtest du dir nicht nur Ziele setzen, sondern sie auch erreichen. Und mal ehrlich: Wenn du absolut nicht daran glaubst, ein Ziel erreichen zu können – wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass es doch klappt? Mindset, Überzeugungen und Denkmuster können es uns Menschen schwerer oder leichter machen, an unsere Fähigkeiten und eine erfolgreiche Zielerreichung zu glauben.

Wenn du ein positives Mindset hast, dann glaubst du an deine Fähigkeiten und hast das Vertrauen, deine Ziele auch erreichen zu können. Du bist bereit, Herausforderungen anzunehmen und aus Fehlern zu lernen. Schöner Nebeneffekt: Du bist auch eher in der Lage, Hindernisse zu überwinden und dich auf die Lösung von Problemen zu konzentrieren.

Die größten Stolperfallen beim Mindset:

  • Im Grunde zweifelst du an deinen Fähigkeiten, dein Ziel erreichen zu können.
  • Womöglich bist du auch ein Perfektionist, gehst verbissenen an die Sache heran, schaust kritisch auf deine Leistungen und sorgst dich vor den Erwartungen anderer Personen.
  • Vielleicht siehst du das Ziel auch vor Augen, hast aber keine Idee, wie du dorthin kommen sollst. Du zweifelst an deiner Fähigkeit, gute Wege zum Ziel zu finden.

Beispiel:
Du möchtest dich im nächsten Sommer auf Spanisch unterhalten können, glaubst aber nicht so recht an dich: „Ich war noch nie gut in Sprachen“ oder „Im Alltag halte ich das lernen doch sowieso nicht durch“. Glaubst du, mit solchen Gedanken erfolgreich zu sein? Wohl kaum!

Faktor 4: Den richtigen Fokus haben

„Es ist gut, ein Ziel zu haben, auf das man zusteuert, aber am Ende ist es die Reise, die zählt.“

Ursula K. Le Guin

Viel, aber nicht zu viel – so lautet die Devise beim Thema „Fokus“. Oftmals verlieren wir uns in Details und verlieren dadurch den Blick auf das Wesentliche. Mach dir deshalb immer bewusst, was wirklich wichtig ist, achte auf deine Prioritäten und lege damit den Fokus gezielt auf die Dinge, die dich deinem Ziel näher bringen. Typische Stolperfallen:

  • Dein Fokus auf die Ziele reicht nicht aus. Dein Ziel wird von verschiedensten Alltagsthemen überlagert.
  • Du bist verkrampft, schaust nur noch auf das Ziel, und vergisst den Alltag um dich herum – auch nicht gut!

Beispiel 1:
Du lernst nun seit vier Tagen Spanisch und stellst fest, dass du schon immer mal wissen wolltest, wie du mit Aquarellfarben malen kannst. Also schaust du am Abend ein paar Tutorials im Internet, statt dich mit deinen Spanisch-Lektionen zu beschäftigen. Hier ist die Ablenkung groß und der Fokus auf dein Ziel zu gering.

Beispiel 2:
Vielleicht hast du aber auch einen extrem starken Fokus auf dein Ziel und vergisst alles um dich herum: Du siehst nur das Ziel vor Augen und sitzt am Abend verkrampft am Schreibtisch, um deine Lektion durchzugehen. Draußen gibt es den schönsten Sonnenuntergang seit langem und eine Freundin fragt, ob ihr noch was unternehmen wollt. Falls du wegen hohem Fokus auf dein Ziel alles andere vergisst, schießt du über das Ziel hinaus.

Wer den richtigen Fokus hat, kann seine Energie effektiver einsetzen. Das Zauberwort beim Thema Fokus lautet wie so oft: Balance!

Faktor 5: Zielgerichtetes Handeln – Die richtigen Schritte gehen

„Eine klare Vision, die von konkreten Plänen untermauert wird, gibt ein starkes Gefühl von Selbstvertrauen und persönlicher Stärke.“

Brian Tracy

Alle guten Vorsätze und Ideen sind eine gute Sache – aber von nichts kommt eben nichts! Egal, wie motiviert du bist und welches Mindset und welchen Fokus du hast: Es braucht konkrete Schritte, um deinem Ziel näher zu kommen. Genau hier kommt der Faktor 5 ins Spiel: zielgerichtetes Handeln.

Die größten Stolperfallen hier:

  • Du bist zwar hochmotiviert, gehst auch mit einem positiven Mindset an die Sache heran – „vergisst“ aber im Alltag, die ersten Schritte zugehen.
  • Oder du gehst die ersten Schritte, bleibst aber nach anfänglichem Enthusiasmus stehen, weil irgendetwas dazwischen kommt.
  • Du merkst, dass du dir zu viel auf einmal vorgenommen hast, und die Aktivitäten zur Zielerreichung gehen im Alltag schlichtweg unter.
  • In deinem Umfeld gibt es niemanden, der deinen Weg zum Ziel unterstützt.
  • Der Fortschritt ist nur langsam, was deine Motivation dämpft.
  • Besonders bei langfristigen Zielen fällt es schwer, immer auf Kurs zu bleiben.

Das Schöne ist: Es gibt eine Reihe von Techniken, die eine Zielerreichung deutlich wahrscheinlicher machen und dazu führen, dass Rückschläge nicht zum Abbruch des Vorhabens führen.

Beispiel:
Täglich 15 Minuten Spanisch direkt nach dem Abendessen – das ist dein Plan. Du hast in einer Spanisch-Community einen Muttersprachler kennengelernt, mit dem du dich einmal pro Woche für 30 Minuten austauschst. Du führst Tagebuch und schaust am Ende deines Monats auf deine Fortschritte. Maßnahmen wie diese führen dazu, dass du dranbleibst!

Fazit

Einfach mal ein Ziel gesetzt, und dann läuft alles von selbst? Du hast sicher selbst schon erlebt, dass es nicht so einfach ist. Trotzdem kann es ganz einfach sein, Ziele zu setzen und zu erreichen – indem du die fünf Erfolgsfaktoren kontinuierlich im Blick behältst.

Die richtige Zielformulierung, die passende Motivation, ein robustes Mindset, ein angemessener Fokus und das optimale zielgerichtete Handeln: Wer diese Faktoren beachtet und anwendet, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolgreicher als jemand, der diese Faktoren nicht auf dem Schirm hat.

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