Alle Jahre wieder, Teil 4: Risiken

Dieser Artikel ist Teil 4 von 9 der Serie Alle Jahre wieder!

sterne

Risiken sind üblicherweise nicht gerade das Lieblingsthema aller Projektmanager.

Wer beschäftigt sich schon gern mit Dingen, die schief laufen können?

Dabei kann man es auch viel positiver sehen: Je früher ich Risiken erkenne, desto eher bin ich in der Lage zum Gegensteuern. Es geht also nicht darum, sich auf die negativen Dinge zu konzentrieren, sondern proaktiv alles zu tun, um Probleme zu vermeiden.

Und dafür sammeln wir Risiken.

Risiken sammeln und bewerten

Und nicht nur das!

Schließlich wollen wir auch wissen, welche Risiken wirklich bedrohlich sind für unser Projekt. Und dafür nehmen wir eine Bewertung vor:

  1. Eintrittswahrscheinlichkeit:
    Wie wahrscheinlich in % ist es, dass das Risiko auch tatsächlich eintritt?
  2. Tragweite:
    Wie hoch ist der Schaden, wenn das Risiko eintritt?

Der Schaden in diesem Projekt wird in Weihnachtssternen gemessen. Falls du dich nicht mehr erinnerst: Im ersten Teil dieser Serie gibt es eine Beschreibung dazu. Je glücklicher und zufriedener die Kinder, desto mehr Weihnachtssterne werden generiert. Störungen im Projekt führen dazu, dass die Zufriedenheit sinkt – ein ganz wunderbares Messkriterium für die Auswirkung von Risiken.

 

weihnachten-risiken

Risiken analysieren und Maßnahmen ableiten

Zu wissen, wie bedrohlich die Risiken für das Projekt sind? Gut!

Ableiten, wie wir mit den Risiken umgehen: Besser!

Also passiert genau das im nächsten Schritt:

RisikoUrsacheSchadenPräventive MaßnahmeKorrektive Maßnahme
Schneesturmwechselnde Wetterbedingungen im Winter Verzögerung der Auslieferung Lokale Verteilzentren einrichten, um Reisewege zu verkürzen auf alternative Transportmittel umsteigen
Pannen, Kufenbruch maroder Fuhrpark Verzögerung der Auslieferung Wartung durchführen auf alternative Transportmittel umsteigen
OrientierungsproblemeSehkraft des Weihnachtsmannes lässt nach Verzögerung der Auslieferung neue Brille in Sehstärke anfertigen Route neu berechnen
Krankheit des Weihnachtsmannes hohes Alter Weihnachtsmann kann Geschenke nicht persönlich überbringen Doppelgänger anheuern und einarbeiten Geschenke werden einfach durch den Kamin geworfen / vor die Tür gestellt
Tierschützer protestieren Rentiere haben zu lange Arbeitszeiten schlechtes Image, Rentiere dürfen nicht eingesetzt werden frühzeitige Informationen an die Tierschützer Kampagne: „So glücklich lebt Rudolf!“
Hufschaden am Rentier Rentiere sind akute Belastung nicht gewöhnt Rentiere fallen aus, Verzögerung der Auslieferung regelmäßiges Training und Hufpflege auf alternative Transportmittel umsteigen
WichtelstreikWichtel fühlen sich überlastet Geschenke werden nicht beschafft, verpackt und verladen, Verzögerung der Auslieferung Schaffung von Ruhepausen, gute Versorgung mit Lebkuchen, gemeinsames Singen von Weihnachtsliedern schnell in Verhandlungen gehen; im Notfall Standard-Aufgaben outsourcen
Geschenke können nicht beschafft werden Lieferzeiten bei Herstellern sind zu lang Verzögerung der Auslieferung Einsendeschluss für Wunschzettel einführen Niedliche Gutscheine erstellen und nachliefern

Kannst du dich erinnern, was es mit präventiven und korrektiven Maßnahmen auf sich hat? Wenn nicht, dann schau doch in diesem Artikel noch einmal nach!

Projektleiter Arttu Juolu will übrigens mit dem Weihnachtsmann noch besprechen, welche der beiden Maßnahmen nun genau ergriffen werden soll. Außerdem wurde eine genaue Bewertung vorgenommen, wie groß die Einbuße an Weihnachtssternen bei Eintreten der Risiken ist. Aber da wollte er sich nicht in die Karten schauen lassen. Alles wollen die Wichtel nun doch nicht veröffentlichen.

Wunderbar.

Wir sind vorbereitet. Im nächsten Artikel schauen wir uns die Projektorganisation mal näher an!

Andrea Windolph ist als freiberufliche Autorin und Trainerin tätig, konzipiert Online-Trainings und unterstützt Unternehmen bei der Planung und Umsetzung von Projekten. Seit 2014 betreibt sie das Portal „Projekte leicht gemacht“, auf dem sie PM-Wissen vermittelt, das sowohl fundiert als auch leicht verständlich ist.
Andrea Windolph ist studierte Betriebswirtin und verfügt über langjährige Erfahrung in der IT-Branche und der Software-Entwicklung.
Weitere Artikel der Serie:<< Alle Jahre wieder, Teil 3: Projektumfeld und StakeholderAlle Jahre wieder, Teil 5: Projektorganisation und -Kommunikation >>
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