Für Eilige: Alles Wichtige auf einen Blick
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Ich weiß ja nicht, wie du tickst: Aber was ich mir nicht aufschreibe, verschwindet irgendwo im … Nirvana. Ist verschwunden, bevor ich „Denk dran!“ sagen kann. Also mache ich Notizen. In meinem hübschen kleinen Notizblock, der leider ab und zu einem bunten Sammelsurium ähnelt, in dem ich nichts mehr finde.
Schon vor einiger Zeit bin ich auf eine der effektivsten Methoden für Notizen gestoßen und habe sie ausprobiert. Gleich vorab: Ich finde sie unglaublich praktisch!

Vorlage Cornell-Notizen
Hol dir die kostenlose Vorlage:
Wofür eignet sich die Cornell-Methode?
Die Cornell-Methode eignet sich immer dann, wenn Informationen strukturiert aufgenommen und bearbeitet werden sollen, zum Beispiel:
- In Seminaren und Weiterbildungen
- In Meetings
- In Vorlesungen beim Studium
- Parallel zum Lesen eines Fachbuchs
- Bei der Online-Recherche
Du siehst: Sehr flexibel!

Wann ist die Technik weniger geeignet? Immer dann, wenn die Notizen sofort anderen zugänglich gemacht werden sollen. Wie andere handschriftliche Notizen sollten auch Cornell Notes aufbereitet werden – in den seltensten Fällen sind solche Scribbles für Dritte lesbar.
Die Methode wurde übrigens an der Cornell University in den 1940er von Professor Walter Pauk entwickelt, Autor des Buches „How to Study in College“.
Strukturierte Notizen: So geht’s
Wie funktioniert die Technik denn nun genau? In den folgenden Abschnitten gehen wir Schritt für Schritt durch den Prozess. Das Schöne: Du brauchst nur Stift und Papier (plus eventuell ein Lineal).
1. Arbeitsblatt vorbereiten
Das Kernstück der Methode ist der definierte Aufbau des Notizblattes. Du hast Platz für
- Eine Überschrift
- Einen großen Notizenbereich rechts
- Einen Bereich für Fragen links und
- Eine Zusammenfassung unten auf der Seite
Die folgende Grafik zeigt den Aufbau:

Eine Word-Vorlage findest du am Ende des Artikels.
2. Kopfzeile einfügen
Du sitzt nun also in einem Seminar oder Meeting und möchtest dir Notizen machen? Nichts leichter als das! Nutze die Kopfzeile für allgemeine Informationen: Thema, Datum, Beteiligte, Seitenzahl – was immer dir hilft, die Notizen einordnen zu können.
3. Informationen notieren
Im großen Abschnitt des Blattes tust du nun das, was du immer getan hast: du machst Notizen! Folgende Tipps gelten unabhängig von der Cornell-Methode:
- Versuche, die wichtigsten Informationen zu extrahieren.
- Betrachte deine Notizen als eine Art grobe Gliederung statt eines vollständigen Textes. Richtig: Big Picture. Falsch: jedes kleine Detail.
- KISS – Keep It Short and Simple: Nutze Schlagworte statt ganzer Sätze. Achte nur darauf, dass du die Informationen später noch verwerten kannst.
- Grenze Themen voneinander ab: Blättere um, zeichne eine Linie oder lasse etwas Platz, um Übersicht zu schaffen.
- Notiere bereits jetzt Fragen, die dir einfallen.
4. Nachbereitung
Überarbeite deine Notizen so bald wie möglich. Kurz nach dem Aufschreiben sind die Gedanken noch frisch und die Gefahr ist geringer, etwas zu vergessen. Folgendes solltest du tun:
- Hebe die wichtigsten Inhalte hervor.
- Arbeite mit Farben, Symbolen und Pfeilen, um den Text leichter durchdringen zu können.
- Streiche Notizen, die irrelevant sind. Dies hilft, das eigene Bild des Themas in deinem Kopf klarer zu gestalten.
Bisher bewegst du dich ausschließlich im großen Notizenbereich des Blattes. Das ändert sich im nächsten Schritt:
5. Fragen formulieren
Formuliere nun potenzielle Fragen, die zu deinen Notizen passen. Spielen wir das anhand eines Beispiels durch:
Nutze den Platz für Fragen, die geklärt werden müssen, oder auch für Themen, über die du dich weiter informieren möchtest. Dies trifft besonders dann zu, wenn du dich in einer Weiterbildung oder Ähnlichem befindest.
6. Die Fußzeile: Notizen zusammenfassen
Nun ist das Cornell-Notizblatt schon ziemlich voll – fehlt nur noch die Fußzeile. Diese nutzt du für eine knappe Zusammenfassung der aktuellen Seite in eigenen Worten: Was ist die Kernaussage?
7. Notizen auswerten
In den meisten Fällen machst du Notizen nicht nur, weil du so gern Worte zu Papier bringst. Was also kannst du nun mit den Notizen anfangen? Du kannst sie zum Beispiel zum Lernen oder zum Vorbereiten auf eine Prüfung nutzen. Decke den Notizenbereich ab und beantworte die Fragen der linken Spalte.
Im Berufsalltag häufiger anzutreffen: Bereite die Mitschrift in einem Dokument auf. Die Zusammenfassung und Fragen helfen dabei, die wichtigsten Punkte für die Kollegen hervorzuheben.
Vorteile und Nachteile
Du siehst, die Methode ist leicht anzuwenden. Schauen wir uns ein paar Vor- und Nachteile an:
Und Nachteile? Gibt es überhaupt welche? Vielleicht … dass in kleinen Notizblöcken der Platz eng werden könnte und etwas Disziplin in der Nachbereitung erforderlich ist.
Fazit
Die Cornell-Methode eignet sich wunderbar zum systematischen Strukturieren von Notizen. Sie verbindet das eigentliche Notieren mit dem Herausarbeiten der wichtigsten Punkte. Sie lässt sich leicht anwenden und kann daher von jedem ohne langwierige Vorbereitung ausprobiert werden.
Hier kannst du dir eine kostenlose Vorlage herunterladen:

Vorlage Cornell-Notizen
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Fragen und Antworten
Die Cornell-Methode strukturiert dir deine Notizen durch einen vorgegebenen Aufbau vor. Dabei wird das Notizblatt in Bereiche unterteilt (z. B. Überschriften, Kernfragen, die eigentlichen Notizen und eine Zusammenfassung).
Vor allem bei vielen Informationen solltest du dir gute und aussagekräftige Stichpunkte notieren. Dabei kann die Cornell-Methode helfen, deine Notizen vorzustrukturieren. Für gute Notizen gehört auch unbedingt eine Nachbereitung dazu, in der du dir wichtige Infos (z. B. To Do’s) farblich hervorhebst und mit Symbolen und Pfeilen zur Verknüpfung arbeitest.
Die Cornell-Methode kannst du immer nutzen, wenn dir Informationen gegeben werden, also z. B. in Meetings, Vorlesungen, Seminaren, Schulungen oder auch bei der eigenen Recherche.
Durch das vorgegebene Layout hast du einen visuellen Wiedererkennungswert deiner Notizen, wodurch dein Gehirn dies leichter verarbeiten kann. Weiterhin unterstützt dich die Cornell-Methode beim Durchdenken der Notizen. Vor allem die Kernfragen helfen dabei, den Kern der Informationen zu erfassen.












Sehr geehrte Andrea Windolph,
kann ich das Notizbuch auch woanders kaufen? Bei amazon kaufe ich grundsätzlich nicht.
Mit freundlichen Grüßen
Martine Richli
Hallo … leider aktuell nicht – aber vielleicht in der Zukunft!
Hallo, ist wirklich ein gutes System um Notizen strukturiert zu erfassen und auch später übersichtlich zur Verfügung zu haben. Schade das die Word Vorlage ein PDF ist,
Hallo Dirk!
Ups! Da hat der Fehlerteufel zugeschlagen. Jetzt ist auch wie versprochen ein Word-Dokument hinterlegt :-)
Viele Grüße
Andrea
Dankeschön
Ich besuche eure Seite immer wieder gerne. Und im Gegensatz zu manchen anderen freue ich mich auch immer über eure Mailings. Es ist fast immer etwas interessantes auch für mich mit dabei.
Großes Lob :-)
Vielen Dank für diesen Tipp. Kommt gerade zur rechten Zeit.
Hallo Andrea,
wieder mal eine schöne Idee von Euch! Ich werde es bei der nächsten Gelegenheit ausprobieren. Danke!
Dörte
Hallo Andrea,
immer wieder bin ich begeistert von deinem Blog. Eigentlich würde ich auch gerne meinen eigenen Blog zu den Themen IT, Change- und Projektmanagement machen, aber der Beruf beansprucht die meiste Zeit. Deshalb ein ganz großes Lob für deine verständlichen Beiträge und die Arbeit die du hier investierst. Respekt!
Auch die Cornell Methode hilft mir wieder unendlich weiter und ich werde sie bei internen Trainings meinen Usern and Herz legen.
Danke!
Hallo Andrea, vielen Dank für den Inhalt dieser Seite Deines Blogs! Cornell- Notizen… merk ich mir und werde diese Methode gleich in der nächsten Beratung oder Fortbildung anwenden. Dann kann ich auch noch einmal ein Feedback geben, wie ich damit klar gekommen bin und ob diese Methode mein Ding wird! Liebe Grüße Chrisi
Hallo zusammen,
schöner Ansatz, aber immer noch Paperwork :-). Für alle, die OneNote oder Evergreen oder ähnliche Anwendungen nutzen, läßt sich das auch sicherlich gut als digitale Vorlage abbilden. In OneNote kann man bspw. eine Standardvorlage für einen Seitenabschnitt definieren, so dass diese automatisch beim Erzeugen einer neuen Seite geladen wird. Und die Mitschriften – nach Aufbereitung – können so einfacher geteilt und ggf. sogar gemeinsam bearbeitet werden. Am praktischsten ist das sicherlich mit einem Stift-Tablett, und es vermeidet lästiges Tastaturgeklapper :-)
Viele Grüße, Martin
Hallo Martin,
stimmt! Für die Freunde der Technik klingt die Methode sicher etwas „old school“ ;-) Für Evernote gibt es z.B. im Hilfebereich eine Vorlage: https://help.evernote.com/hc/en-us/articles/215772948-Note-templates-for-school
Für mich persönlich gilt: Obwohl fast alle meine Arbeitsabläufe digital ablaufen, sind ausgerechnet Notizen noch immer analog. Eigentlich verwunderlich ;-)
Viele Grüße
Andrea