Die Vier-Felder-Matrix: 7 praktische Methoden für Projektmanager

Wie schön es doch wäre, wenn die Welt manchmal ein wenig einfacher wäre!

Ist sie aber nicht.

Das heißt aber nicht, dass wir nicht zumindest versuchen können, sie einfacher zu gestalten. Weniger komplex, übersichtlicher. Genau dafür eignen sich verschiedene Methoden wunderbar, die eines gemeinsam haben:

Sie reduzieren einen Sachverhalt auf vier Felder.

Warum vier Felder so praktisch sind

Natürlich können vier Felder nicht alle Probleme lösen. Doch sie haben eine Menge Vorteile:

  • Sie zwingen uns, Ordnung in komplexe Daten zu bringen.
  • Meist zeigen Sie Beziehungen zwischen Alternativen auf.
  • Sie helfen dabei, Strategien abzuleiten oder Entscheidungen zu treffen.
  • Die Methoden sind ohne Vorbereitung schnell anwendbar.
  • Sie stellen Zusammenhänge grafisch dar.

Und nun geht es ohne ausschweifende weitere Vorrede weiter: Vorhang auf für die Methoden!

Projektpriorisierung

Viele Projekte stehen auf dem Plan – aber welches ist am wichtigsten? Für welche lohnt es sich, besonders große Aufwände zu investieren?

Eine einfache Vier-Felder-Matrix ist eine gute Basis für die Bewertung von Projekten:

Projektportfolio

Eisenhower-Matrix

Einer der Klassiker im Zeitmanagement: Was ist wichtig? Was ist dringend? Und was mache ich mit den Aufgaben, die ich in eines der vier Felder einsortiert habe?

Eisenhower-Matrix

Einen ausführlichen Artikel zur Eisenhower-Matrix gibt es hier: Eisenhower-Matrix

Stakeholder-Matrix

Stakeholder eines Projektes in einer Tabelle aufzulisten, ist schön und gut. Vielleicht gibt es sogar noch eine Note oder Punkte zur Bewertung der Wichtigkeit. Das ist nicht schlecht – nur nicht sonderlich übersichtlich. Es hilft enorm, die Stakeholder zusätzlich in einer solchen Matrix einzuordnen:

Stakeholder-Matrix

Risiko-Matrix

Was für Stakeholder gilt, passt auch zu Risiken. Ordne sie in einer solchen Grafik an, und du erhältst einen anschaulichen Überblick über die Risikosituation in deinem Projekt:

Risiko-Matrix

SWOT-Analyse

Jetzt wird es strategisch: Besonders zu Beginn eines Projektes stehen häufig Analysen auf dem Programm. Wo wollen wir hin? Was können wir gut – und was weniger?

Die SWOT-Analyse hilft dabei, ein Bild des Unternehmens oder Projektteams zu zeichnen:

SWOT-Analyse

Auch hierzu gibt es einen ausführlichen Artikel: Nicht nur für Strategen: Die SWOT-Analyse

Ansoff-Matrix

Wir bleiben beim Thema Strategie. Soll vor Beginn ein Projekt verargumentiert werden, helfen griffige Darstellungen. Die Produkt-Markt- oder Ansoff-Matrix ist eines dieser nützlichen Werkzeuge für das strategische Management: Märkte und Produkte werden genau unter die Lupe genommen und visuell dargestellt:

Ansoff-Matrix

Portfolio-Analyse

Ein weiteres Tool aus dem strategischen Management: Die Portfolio-Analyse der Boston Consulting Group (deshalb auch: BCG-Matrix). Produkte werden nach ihrem Lebenszyklus in die vier Felder einsortiert und Erkenntnisse für die weitere Unternehmensstrategie abgeleitet:

Portfolio-Analyse

Fazit

Natürlich können die vier Felder nicht alle Probleme lösen. Sie stellen jedoch komplexe Sachverhalte einfach dar und sind eine gute Ausgangsbasis für tiefergehende Analysen.

Andrea Windolph ist als freiberufliche Autorin und Trainerin tätig, konzipiert Online-Trainings und unterstützt Unternehmen bei der Planung und Umsetzung von Projekten. Seit 2014 betreibt sie das Portal „Projekte leicht gemacht“, auf dem sie PM-Wissen vermittelt, das sowohl fundiert als auch leicht verständlich ist.
Andrea Windolph ist studierte Betriebswirtin und verfügt über langjährige Erfahrung in der IT-Branche und der Software-Entwicklung.
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