Risikomonitoring: Darum müssen Risiken überwacht werden

Dieser Artikel ist Teil 11 von 11 der Serie Risiken

risikomonitoringRisiken analysiert? Gut.

Maßnahmen abgeleitet? Super.

Und nun? Fertig?

Leider nicht.

Es ist wichtig, während der gesamten Projektlaufzeit ein Auge auf die Projektrisiken zu haben. Wie so häufig handelt es sich nicht um statische Informationen, sondern um ein lebendes Objekt.

Es gibt mehrere Gründe, warum Risiken regelmäßig beobachtet werden sollten:

Rahmenbedingungen ändern sich

Es gibt sicher kein einziges Projekt, das sich von Beginn an in einem komplett statischen Umfeld bewegt. Von außen wirken immer Einflüsse auf das Projekt ein, die beachtet werden müssen.

Die initiale Risikoanalyse wird unter bestimmten Voraussetzungen durchgeführt. Ändern sich diese, so müssen zwangsläufig auch die Risiken überdacht werden.

Eintrittswahrscheinlichkeiten ändern sich

Die Risikoanalyse zu Beginn des Projektes basiert auf den zu dem Zeitpunkt vorliegenden Informationen. Diese können sich jedoch jederzeit ändern.

Ein Risiko, dass ursprünglich als sehr unwahrscheinlich angesehen wurde, kann plötzlich eine höhere Priorität erhalten. Ebenso kann der umgekehrte Fall eintreten. Und wenn sich Eintrittswahrscheinlichkeiten auf diese Art verschieben, kann sich das wiederum auf die geplanten Maßnahmen auswirken.

Umsetzung der Maßnahmen müssen überwacht werden

Es ist ganz wunderbar, wenn du Maßnahmen definiert hast, um die Projektrisiken zu minimieren. Leider erledigen sich diese allerdings nicht von selbst. Zum Risikomonitoring gehört also auch die Überprüfung, ob die Maßnahmen auch umgesetzt wurden.

Selbst wenn die Verantwortung für die Umsetzung an andere Projektmitglieder delegiert wurde, schadet es nicht, den Fortschritt ab und zu zu überprüfen.

Auswirkungen von Maßnahmen müssen überwacht werden

Selbst wenn alle Maßnahmen wie geplant umgesetzt wurden, heißt das noch nicht, dass die Risiken damit auch tatsächlich minimiert wurden.

Was ist, wenn die Maßnahmen nicht wie geplant wirken? Oder die Maßnahmen vielleicht gar nicht mehr den aktuellen Projekteinflüssen entsprechen?

Zum Risikomonitoring gehört also auch zu prüfen, ob die Auswirkungen der ergriffenen Maßnahmen auch den Erwartungen entsprechen.

Andrea Windolph ist als freiberufliche Autorin und Trainerin tätig, konzipiert Online-Trainings und unterstützt Unternehmen bei der Planung und Umsetzung von Projekten. Seit 2014 betreibt sie das Portal „Projekte leicht gemacht“, auf dem sie PM-Wissen vermittelt, das sowohl fundiert als auch leicht verständlich ist.
Andrea Windolph ist studierte Betriebswirtin und verfügt über langjährige Erfahrung in der IT-Branche und der Software-Entwicklung.
Weitere Artikel der Serie:<< Risikomanagement im Projekt: Best Practices
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