Du willst dein Risikomanagement im Projekt verbessern? Zu diesem Thema wirst du in anderen Artikeln sicher bereits fündig. Doch was passiert, wenn das Projekt läuft, akute Probleme angegangen werden und das Team bei Laune gehalten werden muss? Dann fallen die Vorsätze schnell über Bord: Statt „Ich habe vorbildlich kontinuierlich einen Blick auf meine Risiken.“ schaust du vielleicht so drein:

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Zeit, das zu ändern – und zwar mit dem Top 10 Risiko-Tracking!

Was ist das Top 10 Risiko-Tracking?

Ganz einfach: Statt jedes Mal von vorn zu beginnen, werden in regelmäßigen Abständen die Projektrisiken einem Review unterzogen. Vermutlich wird es dich nicht überraschen, dass hierbei die 10 wichtigsten Risiken (Top 10, aha!) herausgepickt werden. Diese Vorauswahl schärft nicht nur den Fokus auf das Wesentliche, sondern schafft auch Übersicht.

Gut. Die 10 wichtigsten Risiken regelmäßig anschauen? Das wirkt noch nicht sonderlich spannend. Also gehen wir weiter: Die Methode nutzt nämlich zur Veranschaulichung eine spezielle Tabelle:

Aufbau der Risiko-Tabelle

Neben der Auflistung der Risiken enthält die Tabelle drei wichtige Spalten:

  • Rang aktueller Monat: An welcher Stelle steht das Risiko in diesem Monat (1: schwerstes Risiko, 10: am wenigsten bedrohlichstes Risiko).
  • Rang letzter Monat: An welcher Stelle stand das Risiko im vorigen Monat?
  • Anzahl Monate: Wie häufig erschien das Risiko in der Top 10-Liste?

In einer zusätzlichen letzten Spalte können Kommentare zum aktuellen Status und Maßnahmen hinterlegt werden.

Vor- und Nachteile des Top 10 Risiko-Trackings

Vorteile:

  • Die Methode ist einfach und übersichtlich. Statt umfangreicher Zahlenwerte zu Schaden und Wahrscheinlichkeiten wird eine simple sortierte Liste erstellt.
  • Der Fokus auf die wichtigsten Risiken wird geschärft.
  • Sowohl Dauerbrenner-Risiken als auch neue Gefahren werden durch die Spalte „Anzahl Monate“ ersichtlich.
  • Wird die Methode in regelmäßigen Statusmeetings angewendet, kann das Bewusstsein aller Beteiligten zu den Projektrisiken gestärkt werden.

Nachteile:

  • Ein Trend über einen längeren Zeitraum ist nicht auf den ersten Blick erkennbar. Stattdessen wird lediglich der Rang der vorigen Periode dargestellt.
  • Sind die Risiken im Projekt sehr statisch, kann eine ständige Wiederholung der immer gleichen Tabelle ermüdend wirken.

Tipps zum Top 10 Risiko-Tracking

Noch ein paar Tipps gefällig? Hier sind sie:

  • Diese Methode eignet sich besonders für langlaufende Projekte und Projekte, in denen viele Risiken überwacht werden müssen. Sie hilft dabei, sich auf die wichtigsten Risiken zu konzentrieren.
  • Falls in deinem Projekt weniger Risiken vorhanden sind, kannst du die Methode auch einschränken und z.B. als Top 5-Liste erstellen.
  • Bei kürzeren Projekten oder Projekten mit hoher Dynamik kann statt der monatlichen Reviews auch ein wöchentlicher Rhythmus gewählt werden.
  • Die letzte Spalte mit Kommentaren zu Status und Maßnahmen ist enorm wichtig: Hier wird gezeigt, dass Risiken nicht nur aufgelistet, sondern auch mit dem nötigen Ernst bearbeitet werden.

Fazit

Das Top 10 Risiko-Tracking ist eine einfache Methode, mit deren Hilfe der Fokus auf die wichtigsten Projektrisiken geschärft werden kann. Die Technik wird in regelmäßigen Abständen (z.B. wöchentlich, monatlich) angewendet und die Rangfolge der aktuellen und vorigen Periode ermittelt.

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