Die 3 wichtigsten Führungsprinzipien für Projektmanager

3-fuehrungsprinzipien-projektmanagerWelches sind die drei wichtigsten Führungsprinzipien für Manager und Unternehmer? Diese Frage stellt momentan Bernd Geropp im Rahmen seiner Blogparade, der sich regelmäßig mit Führungsthemen auseinandersetzt.

Ich bin also in mich gegangen und habe die meiner Meinung nach wichtigsten Punkte für Projektmanager identifiziert.

Trommelwirbel … hier sind sie:

Bleib in deiner Rolle

Viele Projektmanager kennen das Problem, sich in inhaltlichen Themen und Problemen zu verlieren. Das Auseinandersetzen mit diesen Themen ist an sich nicht dramatisch, hat aber einen großen Haken: Für die eigentlichen Aufgaben des Projektmanagements fehlt dann die Zeit – sie werden allzu oft vernachlässigt.

Du solltest dir also immer wieder klar machen, was deine eigentlichen Aufgaben in deiner Rolle als Projektmanager sind.

Als Projektmanager ist es nämlich nicht deine Aufgabe

  • alle Probleme selbst zu lösen
  • alle Entscheidungen allein zu fällen
  • alle inhaltlichen Themen selbst zu bearbeiten.

Deine übergeordnete Aufgabe ist es, dein Projekt so zum Erfolg zu führen, dass die Projektziele erreicht werden und die Kunden und Stakeholder zufrieden sind.

Und dafür ist es wichtig, dass du

  • die zeitliche Steuerung des Projektes übernimmst
  • kontinuierlich auf die Projektziele achtest
  • mögliche Risiken immer im Blick behältst
  • dein Projekt nach außen vertrittst
  • die Projektbeteiligten so steuerst, dass sie das Projekt voranbringen.

Kommuniziere, rede, sei präsent

Es gibt jede Menge Aufgaben, die wunderbar im stillen Kämmerlein bearbeitet werden können.

Projektmanagement gehört nicht dazu.

Stattdessen ist es essentiell für den Projekterfolg, dass du kommunizierst: Mit dem Auftraggeber, deinem Projektteam, dem Lenkungsausschuss und sonstigen Stakeholdern.

Warum?

Weil aufkommende Probleme sonst schnell unerkannt bleiben, du bei eintretenden Risiken nicht gegensteuern kannst und du kaum verlässliche Aussagen über den Projektfortschritt machen kannst.

Das berühmte „Management by walking around“ ist eine durchaus gute Möglichkeit, Projektfortschritte auch einmal informell abzufragen und deine Leute zu motivieren und zu unterstützen.

Sei gelassen

Der Job eines Projektmanagers kann durchaus sehr undankbar sein:

  • Druck und unrealistische Vorgaben von oben
  • der Kampf um Ressourcen
  • Budgetkürzungen
  • Verzögerungen von Lieferungen
  • Rechtfertigungsdruck in Lenkungskreissitzungen
  • Konflikte zwischen Projektbeteiligten
  • ständige Planänderungen
  • Abbruch des Projekts, obwohl schon viel Arbeit investiert wurde

… um nur mal ein paar Punkte zu nennen.

Nimmst du dir all diese Themen ständig zu Herzen, wirst du den Job vermutlich nicht allzu lange durchhalten. Und das wollen wir doch nicht.

Es ist extrem wichtig, eine gewisse Gelassenheit dem Job und den Aufgaben gegenüber zu entwickeln:

  • Rahmenbedingungen werden sich ständig ändern, das ist Fakt.
  • Kein Plan überlebt den Kontakt mit der Realität. Also plane – und plane wenn nötig um.
  • Konflikte gehören zum Alltag und sind unvermeidbar.
  • Von oben werden immer sehr hohe Vorgaben kommen. Vermutlich würdest du es ähnlich machen.
  • Nimm Dinge nicht persönlich. Vielleicht wird dein Projekt torpediert, vielleicht deine Arbeit. Aber nicht du.

Wenn du die beiden vorher genannten Prinzipien beherzigst und nach bestem Wissen und Gewissen ausführst, gibt es keinen Grund, sich die Probleme im Projektalltag zu sehr zu Herzen zu nehmen. Unangenehme Punkte gehören zum Job und sind unvermeidlich. Wie hat mal ein weiser Vorgesetzter gemeint: Für dieses Leiden wirst du bezahlt.

In dem Sinne – relax 🙂


Das ist also mein Beitrag zur Blogparade! Viele weitere wurden bereits eingereicht und sind einen Blick wert!

Andrea Windolph ist als freiberufliche Autorin und Trainerin tätig, konzipiert Online-Trainings und unterstützt Unternehmen bei der Planung und Umsetzung von Projekten. Seit 2014 betreibt sie das Portal „Projekte leicht gemacht“, auf dem sie PM-Wissen vermittelt, das sowohl fundiert als auch leicht verständlich ist.
Andrea Windolph ist studierte Betriebswirtin und verfügt über langjährige Erfahrung in der IT-Branche und der Software-Entwicklung.
1 Antwort
  1. Heike Lorenz
    Heike Lorenz says:

    Sei gelassen – DAS ist wirklich ganz ganz oft der Knackpunkt.
    Das man vor lauter Stress die Ruhe verliert, dieses sich dann auf das Team überträgt und man letztlich dem Projekt schadet…

    Danke für den Artikel & sonnige Grüße
    Heike

    Antworten

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.