Projektmanagement in Zeiten von Corona? So manches Projekt schlittert in diesen Zeiten in eine ausgewachsene Krise! Doch selbst unabhängig von den jüngsten Entwicklungen sind Projekte stressige Angelegenheiten: Ein Projektmanager steht nicht selten zwischen den Stühlen, kämpft um Ressourcen und Budgets oder muss sogar intensives Krisenmanagement betreiben, um ein Scheitern zu verhindern.

Ist das stressig? Absolut! Heutzutage gilt Dauerstress beinahe als „normal“, als notwendiger Teil des Jobs und für so manch einen als regelrechtes Statussymbol nach dem Motto „Ich habe Stress – also bin ich wichtig“. Dummerweise wirkt sich ununterbrochener oder unnötiger akuter Stress nicht nur negativ auf deine eigene Gesundheit aus, sondern auch auf die Stimmung und Leistungsfähigkeit des Teams und damit letztendlich auf das Projektergebnis.

Starke Projektmanager hingegen

  • reagieren gelassen auf akuten Stress
  • geben Stress nicht an ihr Team weiter
  • kennen ihre Kompetenzen und vertrauen darauf, Probleme lösen zu können
  • bewahren die Ruhe, wenn der Rest chaotisch reagiert
  • lassen sich nicht von unklaren Zukunftsaussichten zur Verzweiflung treiben
  • arbeiten gezielt an den Dingen, die sie kontrollieren können – und akzeptieren den Rest

Egal, ob dein Projekt in einer akuten Krise steckt, vor dem Scheitern steht oder du „nur“ mit einem kniffligen Bericht kämpfst: Es ist immer der richtige Moment, sich um die Entwicklung deiner persönlichen Kompetenzen und Fähigkeiten zu kümmern – dazu gehört auch der bessere Umgang mit Stress. Das hilft dir nicht nur in Krisenzeiten, sondern macht dich langfristig stärker und erfolgreicher – sowohl im Job als auch im Privatleben.

Du bist motiviert? Dann leg los! Lea vom Anti-Stress-Team präsentiert zusammen mit „Projekt leicht gemacht“ fünf effektive Techniken, die

a) dir helfen, schwierige Situationen besser zu verarbeiten und
b) sofort jetzt umgesetzt werden können

Vorhang auf!

1. Technik: Das Fenster der Toleranz – Arbeite an deiner Stresstoleranz!

Unabhängig von Krisenzeiten sind wir ständig von Reizen umgeben, die uns fordern: Der grummelige Chef, der Stau auf dem Weg zur Arbeit, eine heftige Deadline oder das penetrante Klingeln des Telefons.

Sicher kennst du auch Tage, in denen du gelassen auf solche Reize reagierst – aber auch Momente, in denen du an die Decke gehen könntest. So wie sich unsere Stresstoleranz täglich ändert, ist sie auch von Mensch zu Mensch unterschiedlich: Während dich eine bevorstehende Präsentation zu einem zitternden Nervenbündel macht, geht Kollege Meier mit geschwellter Brust und gelassen auf die Bühne.

Was wäre schön? Wenn du dich immer (okay: meistens) in einem Bereich aufhalten könntest, in dem alles gut funktioniert, du dich weder gelangweilt noch überlastet fühlst – das so genannte Fenster der Toleranz.

Stell dir vor, du könntest selbst steuern

  • in Balance zu bleiben
  • in kritischen Situationen gelassen zu reagieren
  • gezielt deinen Bereich der Stresstoleranz zu erweitern
  • in kritischen Situationen handlungsfähig zu bleiben

Gute Nachrichten: Das geht! Hier findest du eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung um genau das zu erreichen!

2. Technik: Annehmen statt Kontrollieren – So gehst du mit Dingen um, die du nicht ändern kannst!

Wie sehr wir Stress empfinden, hat in großem Ausmaß mit dem realen oder empfunden Gefühl der Kontrolle zu tun. Was heißt das? Stell dir folgende Situation vor:

Ein Kunde ruft an und erklärt in schrillem Tonfall, dass dein ausgeliefertes Produkt schon wieder ausgefallen ist und er sofort Ersatz geliefert haben will.

Ob diese Situation bei dir Stress auslöst, hängt davon ab, ob du selbst die Kontrolle über die Situation hast:

  • Wenn du keine Ahnung hast, wie du das Problem lösen sollst, kein Ersatz und keine Unterstützung in Sicht ist – dann hast du keine Kontrolle über die Situation. Das Ergebnis: Stress!
  • Kommt dieses Problem häufig vor und bist vorbereitet, so musst du nur das Ersatzprodukt mit einem Knopfdruck versenden lassen, dann hast du Kontrolle – und reagierst gelassen.

Kurz zusammengefasst: Je mehr du das Gefühl hast, Kontrolle über Dinge ausüben zu können, desto geringer ist dein Stresslevel. Umgekehrt auch: Fehlt dir das Gefühl, Kontrolle über die Dinge zu haben, erfährst du mehr Stress.

Nun gibt es aber auch viele Situationen, die nicht in deiner Macht stehen und in denen du keine Kontrolle ausüben kannst. Was dann? Bist du dann dem Stress hilflos ausgeliefert? Auf keinen Fall! Es gibt effektive Strategien, mit denen du lernst Dinge anzunehmen, die nunmal nicht zu ändern sind.

Du suchst eine ausführliche Anleitung mit Beispielen für typische ineffektive und effektive Strategien? Dann schau hier nach!

3. Technik: Dein persönlicher Resilienzplan – Widerstandsfähig in Krisenzeiten!

„Resilienz“ mutiert aktuell beinahe zu einer Art Modewort – und das zurecht! Warum? Weil Resilienz die Fähigkeit bezeichnet, sich trotz widriger Umstände anzupassen oder zu erholen. Klingt gut? Ist es auch!

Resiliente Menschen

  • reagieren gelassener auf kritische Situationen
  • haben das gute Gefühl, mit Herausforderungen umgehen zu können
  • kennen ihre Ressourcen und vertrauen auf ihre Fähigkeiten
  • überwinden leichter Traumata oder Krisen

Das Schöne ist: Resilienz ist keine feststehende Eigenschaft, sondern kann von uns allen gelernt und trainiert werden. Wie das geht, findest du in dieser ausführlichen Schritt-für-Schritt-Anleitung:

Resilienz stärken: Der bewährte Plan in 7 Schritten

4. Technik: Der unerwünschte Gast – Eine neue Perspektive auf die Dinge!

Du spielst gern mit Metaphern und magst es, anhand von Geschichten neue Einblicke in Bekanntes zu gewinnen? Dann probiere diese Technik aus!

Die Idee: Wir Menschen neigen dazu, positive Emotionen willig anzunehmen, uns mit ihnen zu identifizieren. Negative Gefühle hingegen schieben wir gern beiseite, unterdrücken sie, kämpfen dagegen an. Was kurzfristig sogar sinnvoll sein kann, kann sich langfristig stark negativ auf deinen Gesundheitszustand auswirken.

Falls auch du einen gesunden Umgang auch mit negativen Emotionen wie Angst oder Ärger erlernen möchtest, probiere diese Technik aus – sie ist spannend!

Zur Technik: Der unerwünschte Gast

5. Technik: Die Hurrikan-Mediation – Ruhig bleiben in kritischen Momenten!

Manch einer wird bei dieser Überschrift die Stirn runzeln: Meditation und Projektmanagement – passt das zusammen? Absolut! Wenn wir dir inmitten einer kritischen Situation eine Möglichkeit zum „Runterkommen“ präsentieren können, dann tun wir das gern. Keine Sorge: Du musst dich weder im Lotussitz auf den Boden setzen noch Räucherstäbchen anzünden – Meditation ist ein weites Feld und bietet weitaus mehr. Stattdessen helfen ein paar Minuten Ungestörtheit, um dich mit herrlich beruhigenden Bildern an einen Ort zu begeben, an dem trotz all des Chaos um dich herum eines herrscht: Ruhe.

Egal wie du zum Thema Meditation stehst: Sei mutig und probier es mal aus! Danach kannst du immer noch sagen „Das ist nichts für mich!“ – oder aber du hast unerwartet eine tolle Technik entdeckt, die für dich genau die richtige ist.

Hier findest du einen Link und eine gesprochene Anleitung!

Fazit

5 Techniken, 5 unterschiedliche Ansätze, dein Stressmanagement zu verbessern. Wie immer gilt: ausprobieren! Finde für dich heraus, welche Techniken sich für dich gut anfühlen und dir am meisten helfen. Du bist skeptisch? Probiere trotzdem aus – manchmal warten dort die größten Überraschungen.

Wie steht es um dein Stresslevel? Probier den kostenlosen Stresstest oder den den kostenlosen Burnout-Test und hol dir auf jeden Fall nach dem Ergebnis die individuellen Tipps des Anti-Stress-Teams per Mail ab.

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