Risiken bewerten – So funktioniert´s!

Dieser Artikel ist Teil 5 von 11 der Serie Risiken

risiko-portfolioDu hast verschiedene Risiken gesammelt? Gut!

Dann können wir zum zweiten Schritt übergehen. Nun geht es darum, die Risiken zu bewerten.

Ziel: Die wirklich bedrohlichen Risiken zu identifizieren. Denn nicht alle gesammelten Risiken wirken sich gleichermaßen negativ auf das Projekt aus. Und wir wollen uns schließlich auf die wirklich wichtigen Themen konzentrieren.

Zur Bewertung von Risiken existieren zwei wesentliche Faktoren: die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Tragweite.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit

Ein Risiko ist nur dann ein Risiko, wenn es nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eintritt. Ist das Eintreten sicher, handelt es sich nicht um ein Risiko, sondern um eine Rahmenbedingung. Diese sollte im Rahmen der Umfeldanalyse betrachtet werden.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird in Prozent angegeben.

Vorgehen:

  1. Jedes Risiko betrachten
  2. Schätzen, mit welcher Wahrscheinlichkeit in % dieses Risiko eintritt

Erledigt! Weiter zum nächsten Schritt, der Tragweite!

Die Tragweite

Die Tragweite eines Risikos bezieht sich auf den Schaden, der entsteht, sobald das Risiko eintritt. Am besten ist es, diesen Wert in Euro anzugeben.

Vorgehen:

  1. Jedes Risiko betrachten
  2. Schätzen, wie hoch der finanzielle Schaden ist, wenn das Risiko eintritt

Der Risikowert

Der Risikowert ist das Produkt aus Eintrittswahrscheinlichkeit (EW) und Tragweite (TW). Der Risikowert sagt aus, welche Risiken die wirklich beachtenswerten sind. Risiken mit hoher EW und TW sollten besonders betrachtet werden.

Vorgehen:

  1. Jedes Risiko betrachten
  2. Produkt aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Tragweite bilden.

Risikoportfolio

Nun hast du hoffentlich eine schöne Tabelle mit vielen Zahlen erstellt. Besonders übersichtlich wird es aber dann, wenn du die Risiken grafisch aufbereitest. Das geht ganz wunderbar in Form eines Risikoportfolios.

An den Achsen findest du die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Tragweite der Risiken.

risikoportfolio-2

Auf Basis der Risikobewertung und des Risikoportfolios kannst du nun die weiteren Strategien für deine Projektrisiken definieren. Wie das funktioniert, erfährst du im nächsten Artikel der Serie über Projektrisiken!

Andrea Windolph ist als freiberufliche Autorin und Trainerin tätig, konzipiert Online-Trainings und unterstützt Unternehmen bei der Planung und Umsetzung von Projekten. Seit 2014 betreibt sie das Portal „Projekte leicht gemacht“, auf dem sie PM-Wissen vermittelt, das sowohl fundiert als auch leicht verständlich ist.
Andrea Windolph ist studierte Betriebswirtin und verfügt über langjährige Erfahrung in der IT-Branche und der Software-Entwicklung.
Weitere Artikel der Serie:<< 6 Quellen für ProjektrisikenMit diesen Strategien kannst du Projektrisiken managen >>
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