Was ist eigentlich ein Stakeholder?

Dieser Artikel ist Teil 2 von 11 der Serie Stakeholder

stakeholder-uebersicht

Stakeholder. Klingt nach einem Management-Begriff. Einem, der von der Facharbeit ablenkt und nur zusätzlichen Aufwand bedeutet. Womöglich sollst du dich tatsächlich mit „Stakeholder Management“ beschäftigen.

Ganz klar: Ja, das sollst – korrigiere: musst – du!

Denn egal wie reibungslos dein Projekt intern ablaufen mag: Ohne die Berücksichtigung der Stakeholder kann es gut sein, dass du

  • am Ziel vorbeiarbeitest
  • mögliche Hindernisse und Widerstände nicht erkennst
  • wichtige Betroffene nicht mit ins Boot holst
  • mögliche Chancen nicht siehst
  • auf ein Scheitern des Projektes zusteuerst.

Warum haben Stakeholder eine so große Bedeutung? Und… wo wir gerade dabei sind: Was ist eigentlich genau ein Stakeholder?

Laut Wikipedia wird ein Stakeholder als

eine Person oder Gruppe bezeichnet, die ein berechtigtes Interesse am Verlauf oder Ergebnis eines Prozesses oder Projektes hat.

Häufig werden auch die Begriffe „Betroffene“ und „Beteiligte“ genannt.

Stakeholder sind also alle Menschen, die ein Interesse am Ausgang des Projektes haben, egal ob sie daran mitarbeiten, davon in irgendeiner Weise betroffen sind, oder einfach nur ein Interesse am Ausgang haben.

Schauen wir uns zwei Beispiele an. Schon aus dem Stehgreif fallen mir jede Menge Stakeholder für die folgenden beiden Beispielprojekte ein:

Beispiel-Projekt Hausbau

Auftraggeber (Häuslebauer)
Nachbar (älterer Herr)
Nachbar (Familie mit Kindern)
Sohn des Häuslebauers
Tochter des Häuslebauers
Eltern des Häuslebauers
Ansprechpartner der Baufirma
Ansprechpartner in der Gemeinde
Ansprechpartner beim Bauamt
Architekt
Ansprechpartner bei der Bank
Schornsteinfeger

Beispiel-Projekt Einführung eines Systems zur digitalen Zeiterfassung

Auftraggeber
Verantwortlicher beim Auftragnehmer
Programmierer
Software-Tester
Mitarbeiter der Personalabteilung (Auswertung)
Mitarbeiter in der Verwaltung (Nutzer des Systems)
Geschäftsführer
Verantwortlicher der IT
Ansprechpartner interne Kommunikation
Ansprechpartner Hardware-Lieferant
Ansprechpartner Betriebsrat

Je nach Projekt können da noch Lieferanten, Anwender, interne Abteilungen, Parteien, Behördenvertreter, usw. dazu kommen.

Da kommen nur durch kurzes Nachdenken meist schon überraschend viele Stakeholder zusammen.

Und gleich vorab: All diese Stakeholder werden mehr oder weniger Arbeit verursachen – mach dich darauf gefasst 😉

Aber immerhin wissen wir nun schon, was überhaupt Stakeholder sind.

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Andrea Windolph ist als freiberufliche Autorin und Trainerin tätig, konzipiert Online-Trainings und unterstützt Unternehmen bei der Planung und Umsetzung von Projekten. Seit 2014 betreibt sie das Portal „Projekte leicht gemacht“, auf dem sie PM-Wissen vermittelt, das sowohl fundiert als auch leicht verständlich ist.
Andrea Windolph ist studierte Betriebswirtin und verfügt über langjährige Erfahrung in der IT-Branche und der Software-Entwicklung.
Weitere Artikel der Serie:<< PLG 002: Stakeholder überallWarum Stakeholder-Management so wichtig ist >>
1 Antwort
  1. Michael Schumacher
    Michael Schumacher says:

    …und ich dachte schon, das ich es niemals verstehen werde! Geht doch 🙂

    Jetzt bräuchte ich nur noch die Definition vom Shareholder. Dann bin ich glücklich! 😀

    Danke und liebe Grüße aus Köln!

    Antworten

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