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Das Zielkreuz – Das beste Werkzeug zur Zielermittlung

Auf den Punkt gebracht

Warum, was, wie gut und für wen? Mit Hilfe des Zielkreuzes können Projektziele schnell ermittelt und übersichtlich visualisiert werden.

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Stell dir vor, in deinem Team soll ein Projektziel formuliert werden. Wo fängst du an? Gibt es einen Leitfaden? Oder ein Hilfsmittel? Ja, das gibt es! In diesem Artikel erfährst du alles über das herrlich einfache Zielkreuz.

Was ist das Zielkreuz?

Das Zielkreuz ist eine einfache Methode im Projektmanagement, um ein Projektziel zu identifizieren und übersichtlich darzustellen. Die Grundidee: Das Ziel wird mit Hilfe von vier wichtigen Fragen näher definiert:

Zielkreuz

Das Zielkreuz ist besonders gut geeignet für Workshops zu Beginn eines Projekts, wenn viele Ideen noch vage sind und konkretisiert werden müssen. Genau das gelingt dir und deinem Team, indem du die vier Bestandteile des Zielkreuzes nacheinander durchgehst.

Die 4 Bestandteile

1. Sinn und Zweck

WARUM wird das Projekt durchgeführt?

Die grundlegende Motivation für die Durchführung des Projekts sollte allen Beteiligten klar sein. In vielen Projekten ist die Frage nach dem Warum leicht beantwortet. Stell dir eine Marketing-Agentur vor, die für einen Kunden eine neue Website erstellen soll. Der Projektnutzen ist klar: Ein neuer Auftrag, Umsatz wird generiert.

Doch wie sieht das in internen Projekten aus? Warum soll denn der neue Prozess zur Optimierung der Durchlaufzeiten in der Produktion eingeführt werden? Hier gilt es, Argumente zu sammeln und den Projektnutzen klar zu formulieren.

Folgende Fragen solltest du beantworten:

  • Warum wird das Projekt überhaupt durchgeführt?
  • Welchen Nutzen versprechen sich Auftraggeber und Team davon?

2. Ergebnis

WAS wollen wir erreichen?

Neben dem Warum ist das Was einer der wichtigsten Bestandteile des Zielkreuzes. Hier werden die Projektergebnisse formuliert, die nach Ablauf der Projektlaufzeit entstanden sein sollen. Hier gilt: Je konkreter, desto besser. Nur so kann ein Ziel seine Kontrollfunktion erfüllen.

Folgende Fragen helfen bei der Formulierung:

  • Was soll am Ende entstanden sein?
  • Was ist das erwartete Endergebnis?
  • Was soll geliefert werden?

3. Stakeholder

WER ist beteiligt?

Kurze Erinnerung: Stakeholder sind alle betroffenen, interessierten und beteiligten Personen in einem Projekt. An dieser Stelle sollst du keine komplette Stakeholderanalyse durchführen, aber die wichtigsten Schlüsselpersonen zumindest kennen. Warum? Weil auch Stakeholder Ziele haben und du wissen musst, welche davon in deinem Projekt berücksichtigt werden müssen.

Folgende Fragen helfen dir bei der Auswahl:

  • Wer ist vom Projekt betroffen?
  • Wer profitiert vom Projekt?
  • Wer ist ein möglicher Gegner?
  • Wer ist verantwortlich für das Projekt?

Je mehr du über deine Stakeholder weißt, desto eher kannst du deren Ziele im Projekt berücksichtigen und die Wahrscheinlichkeit für zufriedene Beteiligte steigern.

4. Messkriterien

WIE wird das Ergebnis gemessen?

Dieser Punkt steht in engem Zusammenhang mit dem Quadrant „Ergebnis“. Während dort das Was formuliert wird, geht es hier um das Wie gut. Traditionell sollten hier harte Messkriterien formuliert werden:

  • Woran wird das Ergebnis gemessen?
  • Wie kann die Qualität geprüft werden?
  • Welche konkreten Werte sagen aus, ob das Projekt erfolgreich ist?

Praxistipps zum Zielkreuz

Das Zielkreuz funktioniert besonders gut in folgenden Situationen:

  • Wenn in einer frühen Projektphase viele Informationen noch unklar sind und strukturiert werden sollen
  • Wenn ein Team gemeinsam die Projektidee konkretisieren möchte
  • Wenn mehrere Beteiligte auf einen Stand gebracht werden sollen
  • Wenn die wichtigsten Rahmenbedingungen des Projekts übersichtlich dargestellt werden sollen

Wird das Zielkreuz im Team entwickelt, hat sich folgendes Vorgehen bewährt:

  1. Pro Bereich wird ein eigenes Flipchart genutzt und die Ergebnisse eingetragen.
  2. Am Ende werden alle Informationen zu einem Projektziel zusammengefasst .

Zielkreuz oder SMART-Formel?

Das wohl bekannteste Hilfsmittel zur Formulierung von Zielen ist die SMART-Formel. Ist ein Zielkreuz dann überhaupt nötig? Nicht zwingend – aber es kann sehr nützlich sein. Eine Erarbeitung des Zielkreuzes kann beispielsweise eine hervorragende Basis für SMARTe Ziele sein.

Beispiel:
In einem Workshop werden vor Beginn des Projekts von Auftraggeber, Projektleiter und Kernteam alle Bereiche des Zielkreuzes ausgefüllt. Der Projektleiter überführt die grafische Darstellung Einzelziele mit SMARTen Kriterien.

Smarte Projektziele – aber wie?

Zieldefinitionen auf den Punkt und robuste Kriterien, die von allen akzeptiert werden – das ist kein Kinderspiel! Falls du deine Projekte stressfrei und erfolgreich managen möchtest oder eine Zertifizierung anstrebst: Die flexible ittp-Online-Ausbildung schafft den entscheidenden Vorteil für deinen nächsten Karriereschritt. In fokussierten Micro-Learning-Modulen erhältst du alle Werkzeuge, um produktive Teams zu führen und herausragende Projektergebnisse zu erzielen – zufriedene Kunden inklusive.

Egal ob alter Hase oder Projektmanagement-Neuling: Nur mit der nötigen Expertise und Praxiswissen in Management, Teamführung und Organisation gelingt dir der hektische Projektalltag. Klar, den gesunden Menschenverstand musst du schon selbst mitbringen – aber das nötige Know-How für erfolgreiche Projekte bekommst du von uns. Die innovative ittp-Lernplattform bietet dir fundiertes Grundlagenwissen, wertvolle Praxistipps und reichlich Gelegenheit zum Üben – damit du selbst in kniffligsten Projektsituationen gelassen bleibst und kompetent agierst.

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Fazit

Wir werden nicht müde zu betonen: Besonders im klassischen Projektmanagement ist eine klare Zieldefinition eine der wichtigsten Projektmanagement-Methoden überhaupt. Das Zielkreuz ist eine nützliche und einfache Methode, um grundlegende Projektideen zu strukturieren und in Projektziele zu überführen.

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