8 einfache Führungstipps, die deinem Team sofort ein gutes Gefühl geben

Auf den Punkt gebracht
Du würdest Positive Leadership gern ausprobieren, weißt aber nicht wie? Dieser Artikel gibt einen Überblick über 8 einfache Verhaltensweisen, die du sofort im Alltag umsetzen kannst – für bessere Stimmung im Team und bessere Leistungen.

Positive Leadership – ein schöner Begriff, der nach heiler Welt und idealistisch klingt. Doch was, wenn ich vom Fachexperten zum Projektmanager befördert wurde und plötzlich Führungsaufgaben übernehmen muss? Was, wenn ich mich unsicher in der Rolle fühle – sind dann solche Konzepte wie Positive Leadership nicht etwas zu weit weg von meiner Realität?

Absolut nicht – im Gegenteil: Je früher du dir darüber klar wirst, welche deiner Verhaltensweisen dein Team leistungsstark machen, desto eher wirst du Erfolge sehen und wird dein Selbstvertrauen als Führungskraft wachsen.

Der Schlüssel zum Erfolg: Wohlbefinden

Kann jeder zu einem Positive Leader werden? Ja, das geht! Auch wenn es keinen eindeutigen Fahrplan gibt, können wir uns an Forschungsergebnissen orientieren, nach denen ein erhöhtes Wohlbefinden zu besseren Leistungen führt.

Wohlbefinden? Den Begriff finden wir sonst oft in Bereichen von Gesundheit und Wellness – dabei ist er besonders am Arbeitsplatz so wichtig. Studien haben ergeben, dass zufriedene Mitarbeiter engagierter und produktiver sind, mehr verkaufen, zufriedenere Kunden und ein geringeres Risiko für Burnout-Erkrankungen haben.

Basierend auf den Forschungen zur Positiven Psychologie brauchen Menschen folgendes für ihr berufliches Wohlbefinden:

  • Die richtige Balance zwischen positiven und negativen Gefühlen
  • Die Möglichkeit, regelmäßig unsere Stärken im Job ausspielen zu können
  • Das Vorhandensein guter sozialer Beziehungen
  • Das Gefühl, die eigene Arbeit hat einen Sinn
  • Die Fähigkeit, Ziele zu erreichen

Ist es jetzt also komplett deine Aufgabe als Projektleiter und Führungskraft, all diese Punkte sicherzustellen? Zumindest gehören sie in deinen Aufgabenbereich. Doch sieh das Thema nicht als Schwarz oder Weiß, Ganz oder Gar nicht an: Selbst kleine Änderungen in deinem Verhalten können bereits große Effekte auf das Wohlbefinden deines Teams haben.

Es folgen 8 einfache Tipps, die du sofort umsetzen kannst:

1. Fördere eine positive Team-Stimmung

Forschungsergebnisse des US-amerikanischen Psychologen Daniel Goleman deuten darauf hin, dass 20 bis 30% der Leistung durch die Stimmung der Mitarbeiter bestimmt wird. Positive Emotionen wie Freude, Interesse, Stolz, Ehrfurcht oder Dankbarkeit tragen dazu bei, dass wir

  • unseren Horizont erweitern
  • kreativer und kooperativer denken
  • unsere Ressourcen stärken, sodass wir widerstandsfähiger mit den Höhen und Tiefen umgehen können

Was kannst du also konkret tun? Es wäre vermessen zu glauben, du könntest die komplette Stimmung aller Teammitglieder beeinflussen. Doch du kannst zumindest Kleinigkeiten in die Arbeit einstreuen, wie zum Beispiel

  • Alle freundlich begrüßen
  • Betonen, was gerade gut läuft
  • Dankbarkeit äußern
  • Einfach mal ein lustiges Video abspielen, das zum aktuellen Problem passt – ja, auch solche „billigen“ Tricks funktionieren, wenn sie in das Gesamtbild passen

Bedeutet das, negative Themen unter den Tisch fallen zu lassen und zu vermeiden? Ganz sicher nicht. Doch diesen kannst du besser begegnen, wenn die Grundstimmung im Team positiv ist.

2. Konzentriere dich auf die Stärken

Das Corporate Leadership Council hat folgendes herausgefunden:

  • Wenn ein Manager sich in einem Gespräch überwiegend auf die Schwächen des Mitarbeiters konzentriert, sinkt die Leistung des Mitarbeiters danach durchschnittlich um 36%.
  • Konzentriert sich der Manager hingegen überwiegend auf die Stärken, verbessert sich die Leistung im Durchschnitt um 27%.

Nicht schlecht, oder?

Was kannst du darauf machen? Betone regelmäßig, was du an deinen Mitarbeitern schätzt und setze sie entsprechend ihrer Stärken ein. Wir alle werden dann besser, wenn wir regelmäßig das tun können, was wir am besten können.

3. Fördere positive Beziehungen

Auch hier hilft uns die Forschung weiter. Studienergebnisse deuten darauf hin, dass gesunde Beziehungen zu anderen Menschen eine Garantie dafür sind, Stress-Level zu senken und unsere Konzentration im Job zu stärken.

Gute Nachrichten für alle Introvertierten: Schon winzige Momente und Handlungen helfen dabei, diese Effekte zu erreichen:

  • Eine positive Emotion wie Freundlichkeit, Interesse oder Dankbarkeit zeigen
  • Augenkontakt herstellen
  • Körpersprache oder Stimmlage passend zum Gegenüber anpassen
  • Kommunizieren, wie die Leistung von Mitarbeitern das eigene Leben leichter gemacht haben

Spannend: Je mehr du investierst, desto mehr wirst du zurückbekommen. Hier gilt es: Ausprobieren – du wirst erstaunt sein!

4. Finde Sinn und Bedeutung

Eine Untersuchung aus den USA zeigt: Der „Sinn“ im Job steht an höchster Stelle, sogar vor Beförderungen, Gehalt, Arbeitsplatzsicherheit und Arbeitszeiten.

Überraschend? Schon! Aber auch verständlich: Sobald wir glauben, mit unserer Arbeit einen positive Wirkung zu haben, wächst unser Wohlbefinden deutlich. Was in einem „Wir verändern die Welt“-StartUp leicht gesagt ist, ist für eine Sachbearbeiterstelle in einer Behörde womöglich knifflig. Als Führungskraft ist es auch dein Job, Sinn und Bedeutung an dein Team zu kommunizieren. Das fällt dir schwer? Vielleicht helfen dir folgende Fragen:

  • Wie tragen wir mit unserer Arbeit zu einem höheren Ziel bei?
  • Wen unterstützen wir mit unserer Arbeit?
  • Wessen Arbeit wird durch unseren Job leichter?
  • Wer profitiert von unserer Arbeit?

Doch Vorsicht: Immer realistisch bleiben! Mit an den Haaren herbeigezogenen Zusammenhängen macht man sich auch schnell unglaubwürdig.

5. Schluss mit Beschwerden und Anschuldigungen

Hast du Respekt vor einem Chef, der sich ständig über andere beschwert und anderen die Schuld gibt? Vermutlich nicht. Echte Führungspersönlichkeiten halten sich nicht mit Schuldzuweisungen auf, sondern identifizieren Probleme und suchen nach Lösungen.

„Positive leaders don’t attack people. They attack problems.“

6. Konzentriere dich auf die Zukunft statt auf das Jetzt

Fokussiere dich nicht darauf, wo du momentan bist, sondern wo du hin willst.

Wir alle sollten aus Fehlern lernen und aktuelle Situationen wahrnehmen, um daraus die nächsten Schritte abzuleiten. Ein Positive Leader tut genau das: Er nimmt das vorhandene Wissen und transformiert es in eine optimistische Zukunftsvision.

Ein Prototyp wurde abgelehnt? Das Projekt ist gar gescheitert? Die Umstände zwingen dazu, neue Wege zu gehen? Egal: Ein Positive Leader wird immer nach vorn schauen, Chance und Möglichkeiten sehen.

7. Fordern statt Überfordern

Manche glauben, Positive Leader laufen nur lächelnd durch die Gegend, verströmen positive Gefühle, ohne sich um die Ergebnisse zu kümmern. Doch das Gegenteil ist der Fall: Ein Positive Leader nutzt seine Persönlichkeit und Instrumente, um gemeinsam mit seinem Team herausragende Ergebnisse zu erzielen.

Ein wichtiger Punkt: Leistungen einfordern, Ziele setzen, das Beste aus den Mitarbeitern herauskitzeln. Nicht um zu zeigen, was sie alles nicht können – sondern um gemeinsam große Ziele zu erreichen.

8. Ermutigen statt entmutigen

Positive Leader kommunizieren auf positive Art und Weise – sodass alle im Team sich gut und ermutigt fühlen. Wie? Indem sie zuhören, neue Ideen wertschätzen, nette Sprüche auf Lager haben und ihren Gesprächspartnern ein echtes Lächeln schenken. Mit ihrer optimistischen Grundhaltung heben sie die Stimmung und sorgen für den gemeinsamen Glauben: „Alles ist möglich!“

Ein schönes Zitat von den US-amerikanischen Basketball-Trainern Chuck Daly und Brendan Suhr: “Shout praise, whisper criticism!”

Projektteams erfolgreich führen!

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Souverän und selbstsicher als Führungskraft – aber wie?
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Fazit

Positive Leadership macht dich zu einer besseren Führungskraft! Falls du von Natur aus zu einer negativen Grundeinstellung neigst: kein Problem! Mit nur kleinen Verhaltensänderungen kannst du sowohl deinem eigenen Erfolg als auch der Leistung deines Teams einen gehörigen Schwung verleihen.

Trainiere deinen Optimismus, teile positive Dinge mit anderen betrachte erstaunt, wie gut diese Einstellung euch alle voran bringt – das Beste kommt erst noch!

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