Stakeholder können Projekte zum Scheitern bringen. Das haben wir im vorigen Artikel dieser Serie bereits festgestellt.

Die Betrachtung der Stakeholder soll nun nicht nur aus „Angst vor der Katastrophe“ passieren. Im Gegenteil. Der gesamte Prozess hat noch jede Menge Vorteile für das Projekt:

Mögliche Gegner finden

Bei der Suche nach Stakeholdern triffst du auf Personen, die deinem Projekt negativ gegenüberstehen? Prima! Nur so hast du die Möglichkeit zum Gegensteuern. Und Projektgegner können wirklich gefährlich werden. Besonders dann, wenn ihre Interessen nicht berücksichtigt werden.

Welche Maßnahmen zur Stakeholder-Steuerung existieren, wird einem der nächsten Artikel dieser Serie näher beschrieben.

Mögliche Befürworter finden

Unterstützer im Projekt sind großartig. Im Idealfall sind sie dem Projekt gegenüber nicht nur wohlgesonnen, sondern haben auch die Macht und den Einfluss, Dinge zu bewegen und zu entscheiden.

Nicht nur Projektgegnern sollte Aufmerksamkeit geschenkt werden. Im Gegenteil. Befürworter oder Promotoren müssen ebenso „gepflegt“ werden. In kritischen Projektsituationen können Befürworter mit klaren Ansagen mögliche Hindernisse ausräumen.

Ziele ermitteln

Klar, du hast deine Projektziele. Das Haus soll gebaut, das IT-System eingeführt werden. Das bezieht sich aber häufig nur auf die interne Projektsicht.

Stakeholder haben meist ganz eigene Interessen – und aus denen lassen sich wiederum Projektziele ableiten. Und die Erfüllung dieser Ziele schafft Akzeptanz für das Projektergebnis. Perfekt.

Image verbessern

Ein Projektleiter, der sich für die Interessen seiner Stakeholder interessiert UND auch entsprechend handelt, poliert ganz klar sein Image auf.

Wer möchte als Projektbeteiligter nicht gern wahrgenommen werden? Und das Gefühl haben, dass das eigene Interesse auch beachtet wird?

Versetze dich in die Lage eines Stakeholders. Und du wirst schnell merken, dass du einem Projekt positiv gegenüberstehst, wenn es auf dich achtet.

Chancen eröffnen

Die Beschäftigung mit den Stakeholdern hilft dir

  • dich in andere Rollen zu versetzen
  • andere Blickwinkel einzunehmen
  • über den Tellerrand zu schauen

So kannst du zusätzliche Chancen identifizieren, die für dich ohne diese anderen Blickwinkel verborgen geblieben wären.

Klingt vielversprechend, oder? Und wie genau muss ich nun vorgehen? Weiter geht’s im nächsten Teil der Serie!

Weitere Artikel der Serie:<< Warum Stakeholder-Management so wichtig istStakeholder-Analyse, Teil 1: Wir sammeln Stakeholder >>